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Donnerstag, 7. Januar 2010

So stelle ich mir den Ruhrpott vor

Frank Goosen hat für ZEIT ONLINE einen Kulturhauptstadt2010-Reiseführer der besonderen Art geschrieben. Ich habe Tränen gelacht und fühle mich verleitet allein auf Grund des Textes mal rüber zu machen.

Samstag, 22. August 2009

Vier Tage Berlin

Aufstehen, Zugfahrt nach Neu-Isenburg, Fahrzeugwechsel, sechseinhalb Stunden Autofahrt, Sachen auspacken, rein in die City, Potsdamer Platz, Stelenfeld, Brandenburger Tor, Reichstagsufer, Gendarmenmarkt, Unter den Linden, italienisch Essen, Quatschen, Lachen, Schlafen. Aufstehen, Frühstück, Shoppingmarathon, KFC, Shopping, Heim, Badeboot Treptow, Louise Hires A Contract Killer (Start: 24.09.), gute Nacht. Raus aus den Federn, zum Olympiastadion, Tickets geholt, Zeit am Alex totgeschlagen, eine CD gekauft!, entspannen im Treptower Park, Olympiastadion, Gold für Steffi Nerius, Siegeschips, Heia. Raus, Stadion, sich über die Sitznachbarn aufregen, Bolt joggen sehen, Pause, Bootsfahrt durchs Regierungs- und Nikolaienviertel, Sabinenbüchse von U-Bahn, Stadion, Gold für Robert Harting, Siegeschips, Homebase. Augen auf, Sachen packen, Frühstück, sechseinhalb Stunden Autofahrt, wieder in Dieburg.

Sonntag, 16. August 2009

Und schon wieder weg!

Ja, so schnell geht das dieser Tage bei mir. Ich hoffe ihr könnt mich nochmals für vier Tage bis Donnerstag entbehren.

Das neue Ziel ist unsere schöne Kapitale, genauer gesagt Olympiastadion Berlin. Dort werde ich mir nämlich zusammen mit einem Kumpel die 12. IAAF Leichtathletik-Weltmeisterschaften reinziehen und hoffen, dass die deutschen Starter nicht ganz so abkacken wie in den letzten Jahren. Und ansonsten werden wir das dicke B ein wenig unsicher machen und versuchen als Zwei-Mann-Armee die Wirtschaft anzukurbeln.

Also, bis denne dann!

PS: wer mich Dienstag oder Mittwoch im Stadion via TV sehen sollte, immer schön lächeln und winken!

Samstag, 15. August 2009

Wieder da!

Hallo in die Runde, da bin ich wieder!

Es liegen vier aufregende und interessante Tage Bremerhaven hinter mir, die ich im Schnelldurchlauf rezitieren werde. Nur der Übersicht halber, damit ihr wisst, was ihr so verpasst habt. Fies, nicht? ^^

Dienstag: Anreise mit der Bahn, die überraschenderweise völlig problemlos verläuft. Rein in den Zug, umsteigen, raus aus dem Zug, fertig. So stelle ich mir das für gewöhnlich vor. Erlebt habe ich es auf langen Strecken bislang eher selten. Dennoch ein sehr guter Start für die Reise.

Den Tag nach einer herzlichen Begrüßung mit meinem Kumpel verlebten wir äußerst entspannt und haben dabei auch die ein oder andere Basketballhalle von innen gesehen. Das Tagesgeschäft lief für meinen Gastgeber schließlich weiter wie angedacht. Sprich Trainingseinheiten leiten usw., in die er mich dankenswerterweise gleich eingebunden hat. Dabei habe ich auch einmal mehr gemerkt, wie sehr mir aktiv betriebener Basketball fehlt. Das Kribbeln in den Fingerspitzen war jedenfalls sofort wieder da.

Noch am gleichen Abend haben wir uns zum puren Amüsement ins Kino treiben lassen und einen Johnny Depp in Höchstform gesehen. Haben nach den übermäßigen Styleeindrücken beschlossen nur noch in Dreiteiler und mit Hut durch die Seestadt zu flanieren, den Plan aber nach einer gefühlten Tonne Nachos, überbacken mit Käse und Creme Fraiche, sowie Mojitos zum Runterspülen vergessen. Kugeln in Anzügen wirken nicht wirklich elegant.

Mittwoch: Treffen mit den Verantwortlichen der BSG in einem sehr chicen kleinen Café. Sollte die Arbeitswelt tatsächlich später einmal so entspannt sein wie das Gespräch, werde ich alle meine Meetings bei Bruscetta und Ginger Ale abhalten. Ach ja, die Ergebnisse dieses kleinen Treffens sind natürlich durchweg positiv aufgefallen.

Am Nachmittag noch einen kurzen Abstecher nach Bremen gemacht, allerdings nur um ein paar Spieler zum Sondertraining abzuholen. Nach der getanen Arbeit haben wir uns bei ausgiebigem Playstation-Daddeln die Sprüche um die Ohren gehauen, dass es eine Freude war. Übrigens: die Zeit vergeht sehr viel schneller, wenn man sehr viel Spaß hat. Meinte zumindest der Wecker, der uns etwas von halb 3 morgens erzählen wollte.

Donnerstag: erneutes Treffen mit den Bossen. Wieder sehr angenehm. Ja, das Gefühl gebraucht und der Fähigkeiten wegen begehrt zu werden ist doch sehr wohlig warm. Den Plan in Allmachtsphantasien zu verfallen lasse ich vorerst jedoch in der Schublade bei den anderen wirren Ideen.

Danach gab es dann eine kleine Führung durch Bremerhaven. Für mich, der sich ja furchtbar gerne in Wassernähe aufhält, hieß das den direktesten Weg an den nächstbesten Deich zu suchen. Gesagt, getan, geschmachtet. Hafen, Möwenkreischen, leichter Wellengang (die Wesermündung gibt nun einmal nicht so viel her wie die präferierte Nordsee bei Föhr), Schiffe, Plattdeutsch... Hach, herrlich.

Natürlich standen wir nicht nur am Deich rum. Das Mediterraneo, eine Art italienische Piazza inklusive Gassen als Einkaufspassage für gehobenere Markenstores, ein Mini-Burj-al-arab als Aussichtsplattform (eigentlich handelt es sich um Hotel Sail City) mit einem wirklich tollen Blick auf die Stadt und das Umland und natürlich ein ausgiebiges Schlendern durch die Bremerhavener Innenstadt standen auch auf dem Plan. Mein Faible für die alte, norddeutsche Bauweise mit diesen mächtigen, roten Klinkerfassaden wurde auf jeden Fall nochmals potenziert.

Die weiteren Touristenmagneten wie das Klimahaus, das Auswandererhaus oder eben auch das Schiffahrtsmuseum (ja, die schreiben sich tatsächlich nur mit zwei "f") haben wir auf Grund überlanger Warteschlangen wegfallen lassen. Ein ander Mal vielleicht.

Freitag: wie schnell die Zeit vergeht... Kaum habe ich mir die wichtigsten Wege und Punkte eingeprägt, muss ich auch schon wieder weg. Schade. Dafür gab es zum Abschluss noch einmal einen Trip nach und durch Bremen, der sich sehr gelohnt hat.
Neben den Bremer Stadtmusikanten (die Statue hatte ich mir dann doch irgendwie größer und imposanter vorgestellt) gab es noch den auf lange Zeit wohl nicht mehr benötigten Meisterbalkon der Werderaner (höhö), die Böttcherstraße, die sich als geheime Hauptstraße/-stadt Bremen sieht, sowie das wohl kleinste Hotel der Welt zu sehen. Allesamt sehr schön und genau mein Stil, was entspanntes Städtegucken angeht.

Die Rückfahrt mit dem Zug verlief natürlich nicht so entspannt wie die Anreise, aber was soll's? Die letzten vier Tage waren viel zu schön, als dass ich mir wegen einer Stunde Verspätung die gute Laune, die ich mitnahm, kaputtmachen ließe.

Bremen und Bremerhaven, irgendwann komme ich wieder. Das verspreche ich euch!

Dienstag, 11. August 2009

Ab nach Bremerhaven

Es ist jetzt Punkt 8.09 Uhr und just ab diesem Moment sitze ich in meinem ersten von heute drei Zügen, die mich allesamt ein Stück näher nach Bremerhaven bringen, ehe ich gegen 14.paar Geschlagene in der Seestadt ankomme.

Allerdings mache ich dort keinen Urlaub, sondern werde nach knapp zwei Jahren Pressearbeit für den hiesigen Basketballverein, die BSG Bremerhaven, bei selbigen endlich mal persönlich vorstellig. Also so mit Shakehands usw.

Mit Ausnahme meines Kumpels, der mir den Job nach bereits etlichen guten Jahren Zusammenarbeit in Bad Hersfeld verschafft hat (ja, ja, Vitamin B), habe ich nämlich noch keinen einzigen der Verantwortlichen gesehen, was die Sache natürlich sehr interessant gestalten wird.
Ebenso lerne ich auch endlich einen Großteil der Spieler kennen, über die ich so schön regelmäßig berichtet habe, ohne auch nur einen blassen Schimmer zu haben, wer die so sind. Aber vielleicht war das bislang ja auch besser so ^^

Freitagabend bin ich wieder da. Also stellt ja keinen Unsinn an, okay?

Tüdelü.

Montag, 10. August 2009

Packen mit einem Y-Chromosomenträger

Reisedauer: vier Tage - Reisetaschenformat: Weekender

Inhalt: zwei Hosen, drei T-Shirts, was Langes für drüber, was für drunter, ein paar Schuhe, Socken, Kulturbeutel und drei Bücher für vierzehn Stunden Zugfahrt.

Fertig. Weekender gepackt. - Zeitaufwand: keine fünf Minuten.

Es ist schon toll ein Kerl zu sein =D

Freitag, 29. Mai 2009

Adios, Mallorca

Nach 2007 wird es für mich keine Neuauflage des Mallorca-Urlaubs mit meinen Freunden geben. Das nötige Kleingeld fehlt. Find' ich ehrlich gesagt ziemlich doof. Vielleicht nächstes Jahr, wenn ich mein Diplom in der Tasche habe.

Montag, 18. Mai 2009

Fernweh

Ich will nach Föhr! Jetzt! Sofort!
Wahlweise hätte ich überhaupt mal gerne wieder richtigen Urlaub...

Montag, 5. Januar 2009

Leider

"Meine sehr verehrten Damen und Herren, leider haben wir Darmstadt schon erreicht. [...] Wir wünschen all unseren Fahrgästen, die in Darmstadt ein-, um- oder absteigen noch einen angenehmen Abend."
- Durchsage des Zugbegleiters in der Regionalbahn von FFM nach Darmstadt.

Freitag, 22. August 2008

Berlin - Sandsation, Stelen, Sehenswertes

Die Sandsation ist immer wieder großes Kino. Sandburgenbauen auf allerhöchstem Niveau zum Bauklötze staunen. Im Kindergarten war ich froh eine Eimerform auf den Kopf stellen zu können. Meine Spezialität war da eher das Buddeln von Löchern.
Dazu noch das Stelenfeld nahe dem Brandenburger Tor, das BT himself sowie Machtfeeling beim Reichstag und dahinter.











Bei dem Wust an Bildern auch nochml ein ganz großes Danke an meine bessere Hälfte für das Gros an schönen Momentaufnahmen.

Berlin - Zoologischer Garten

Dreimal war ich jetzt im Berliner Zoo, dreimal kamen viele schöne Fotos zusammen. So auch diesmal, obwohl ich wieder nicht alles gesehen habe und Knut nicht zu finden war.

Aber wer braucht schon einen Eisbären, ...

... wenn er diese wunderschönen Giraffen haben kann?

Ein hübscher Rücken kann auch entzücken.

Ist hier ein Zahnarzt im Saal?

Soooo eine groooße Miezekatze!

Immer elegant gekleidet, diese Kaiserpinguine. Ich werd´ neidisch.

Nein, ich bin nicht Robbie aus dem Fernsehen.

Skandal! Berliner Seelöwen werden beim Hütchenspielen über den Fisch gezogen!

Düsseldorf - AquaZoo und Rheinufer

Düsseldorf ist schöner als ich angenommen hatte. Dem Ruf als hübschere kleine Schwester Kölns trägt das Rheinjuwel meiner Meinung nach zu Recht. Und wenn die Zeit es zulässt, dann geht man in den Zoo - genau genommen in den AquaZoo Düsseldorf.

Fragt jetzt bitte nicht nach Bildern von Fischen, Haien, Seelöwen und Pinguinen. Das fotografieren mit Blitzlicht ist nämlich nicht gern gesehen in den hiesigen Räumlichkeiten und ohne Blitz hatte ich nur unscharfe Gestalten auf dem Bildschirm. Schade eigentlich.

Aber Krokodile konnte man ganz wunderbar fotografieren.

Und Dinosaurier gibt´s dort auch. Wuuuuuuuuaaaaaaaahhhhh!

So sieht das Ganze von außen aus.

Und hier wäre die wirklich zauberhafte Parkanlage zum Ersten...

... und zum Zweiten.

Köpfchen unters Wasser, Schwänzchen in die Höh´.

Danach gab es einen windigen Spaziergang ans berühmte Rheinufer mit Blick auf den Funkturm.

Des Funkturms Rückseite aus dem Medienhafen heraus fotografiert.

Der Medienhafen. Eine wirklich hübsche Ecke...

... mit interessanten Installationen...

... und farbenprächtigen Fassaden, eingebettet in das alte Kontor.

Ich kann verstehen warum die Chikatze so gern in Düsseldorf lebt. Beim nächsten Mal melde ich mich an, vielleicht reicht´s ja für einen kleinen Plausch.

Wenn einer eine Reise tut...

Wenn einer eine Reise tut, dann kann er viel erzählen.
So nahm´ ich meinen Stock und Hut und tat das Reisen wählen.
Auf Stock und Hut musst´ ich verzichten, nahm´ Kamera und Sonnenbrill´.
Derlei bewaffnet zog ich los, weil ich euch Bilder zeigen will.

Die nächsten Posts sind dementsprechend also eine kleine Fototour durch Düsseldorf und Berliner Highlights meiner Reise.

Dienstag, 19. August 2008

Wieder da

Halli Hallo Hallöle, da bin ich wieder. Gut erholt, vollbeladen mit alten und neuen Eindrücken und in bester Stimmung für die kommenden Aufgaben. Zwei Wochen ohne sonderliche Internet-Nutzung waren ein wahrer Segen.

Mittwoch, 6. August 2008

Sendepause

Ab morgen wird es für eine ganze Weile sehr ruhig um mich werden, denn der lang herbeigesehnte Urlaub steht vor der Tür.

Aus den heimischen Gefilden geht es für drei Tage nach Südhessen, dann für weitere vier Tage nach NRW und zum Abschluß für fünf Tage in die deutsche Kapitale, ehe es mich wieder nach Hause verschlägt. Und damit der Urlaub auch tatsächlich einer wird, werde ich den Laptop nicht in die Reisetasche packen und auch mein Mobiltelefon wird nur selten angeschaltet sein und wenn doch, dann werde ich nicht mit jedem sprechen (wollen).
Ein gutes Buch und ein vollgepackter MP3-Player sind die besseren Alternativen.

Meine Blogging- und ganz besonders meine Twitterfrequenz werden es sich derweil im kühlen Keller bequem machen.

Ich wünsche euch allen in diesen zwei Wochen eine erholsame Zeit und verabschiede ein paar meiner Kommilitonen an dieser Stelle schon jetzt in ihr BPS bzw. grüße jene, die schon am malochen sind. Ich hoffe ihr findet euch schnell zurecht und habt viel Spaß an eurem Job.

Bye for now.

Sonntag, 4. Mai 2008

All Inclusive

Gestern war es endlich so weit: im Rahmen eines ausgiebigen Frankfurt-Tags war ich endlich in der Ausstellung „All Inclusive – Die Welt des Tourismus“ in der Schirn. Wurde auch höchste Zeit, schließlich ist heute der letzte Tag.

Auf die Ausstellung aufmerksam geworden bin ich schon Anfang Februar, als das hr-Kulturmagazin einen kurzen Fernsehbeitrag darüber gebracht hatte. War ich als Gern-und-immer-Tourist schon von den ersten Bildern begeistert, wurden meine Erwartungen auch vor Ort erfüllt.

Es begann schon mit dem Betreten der Vorhalle, die mit einem relativ einfachen Mittel Reisefeeling vermittelte. An der Wand hing eine der großen Boardingtafeln, wie sie am Flughafen die Start- und Landezeiten der Flüge anzeigt – nur mit dem feinen Unterschied, dass keine Zeiten angezeigt wurden, sondern nichts. Die Reise ging also nirgendwo hin, das ständige Klappern der umschwingenden Lettern versprach trotzdem Urlaubsfeeling pur.

Nach dem Kauf der Tickets ging es dann auch gleich weiter. Über dem Aufgang zur Ausstellungen hing ein riesiges Bild zweier zu Vergnügungsparks ummodellierten Flugzeugträger (ein Riesenrad über dem Meer auf hart Backbord inklusive). Sehr abgefahren die Idee.

Die Dame zum Ticketabreißen trug eine Stewardessen-Uniform und als weiteres Highlight am Anfang kam man nur durch einen Metalldetektor in die Ausstellung. Das dieser natürlich bei jedem anschlug war der besondere Gag an der Sache, denn erst mit dem verwunderten Blick zurück, was da jetzt eigentlich gefiept hat, sprang einem der große Begrüßungstext ins Auge.

„Für das Jahr 2010 rechnet man mit einer Milliarde Reisender. Seit Beginn des Tourismus Mitte des 18. Jahrhunderts steigt die Zahl der Touristen unaufhörlich. …“

An der Sicherheitsschleuse vorbei, bin ich gleich auf das nächste Déjà-vu jedes Flughafenbesuchers gestoßen: die Gepäckausgabe. Ein fünf mal fünf Meter großes, kreisrundes Gepäckband mit einem Koffer in der Dauerwarteschleife als einzigem Fahrgast darauf hat mich sofort an meine bisher acht Flughafenaufenthalte denken lassen. Die Installation hat also ihren ausgeschriebenen Zweck erfüllt.

Über das Sammelsorium einer sechs Jahre dauernden Reise durch Frankfurt und weitere Bilder, ging es weiter zu einer besonders interessanten Installation. In einem abgedunkelten Bereich der Ausstellung hatte einer der unzähligen Künstler eine Vielzahl an verschieden farbigen Plastikformen am Boden drapiert, die für den Betrachter als solche keinen Sinn ergaben. Ließ man den Blick aber die Wände im Hintergrund entlang schweifen, ergaben die angestrahlten Formen die Silhouette einer Großstadt in der Abenddämmerung.

Meine beiden Lieblingsinstallationen der Ausstellung fanden sich dann wenige Schritte später auf einer Ecke. Zum einen gab es eine, ich nenne es jetzt mal so, "Visualisierung der Verbundenheit der Welt durch das Reisen mit dem Flugzeug" und zum anderen die „Stadt im Koffer“. Beide hatte ich damals schon im Fernsehen gesehen und ich würde mal sagen, ich bin nur wegen dieser beiden in die Schirn gekommen.

Die Visualisierung war eine vier Meter hohe und ungefähr sieben Meter breite, himmelblau gestrichene Wand, die sich über zwei Ecken erstreckte und somit die Form eines riesigen Us einnahm. Auf jeder der drei Wände waren die größten/ wichtigsten/ meistbesuchten Städte des Kontinents als gelber Punkt markiert, alle untereinander mit einer dicken, gelben Kordel verbunden. Im Grunde sah es aus wie ein riesiges gelbes Spinnennetz, nur ohne erkennbares Muster. Hätte ich den Platz in meinem Zimmer, ich würde es glaube ich nachbauen...

Die „Stadt im Koffer“ war genau das, was der Titel vermuten lässt. Die Künstlerin hat mit Hilfe einfachster Mittel, nämlich gestrickter Farbüberzüge für kleine bis größere Packungen (der Begriff „Strickkondom“ fiel bei einem weiteren Besucher), komplette Skylines nachgebaut, zusammengepfercht auf der Fläche eines aufgeklappten Koffers. New York, Frankfurt, Paris, Shanghai. Das Fantastische daran war, dass man sie ohne Probleme erkennen konnte.

Was danach folgte war im Grunde nicht mehr sooooo spektakulär, da alles andere nun gegen meine Lieblinge abstinken musste.
Aber es hat sich auf jeden Fall gelohnt und ich freue mich schon jetzt auf den nächsten Ausstellungsbesuch, wenn ich mich hier und dort umschauen werde.

Freitag, 7. März 2008

Scheen war´s

Ich bin wieder daaaa-ha. Tante Dési hat mir ihr Göttingen und ihr Fleckchen Heimat in Duderstadt gezeigt. Schön beschaulich, zum entspannen ist das Örtchen auf jeden Fall bestens geeignet.

Unsere Hirne hat es beim Extreme-darmspiegeling zwar fast zerlegt, aber diese Opfer bringt man ja gerne auf, wenn es um ein so großes Projekt geht. Wenn man so will waren wir dafür auch in den letzten drei Tagen die personifizierte Produktivität, featured by FloSi via Telefonkonferenz.

Was bleibt nach meinem Besuch? Ich habe Monsieur Polliér erschaffen, wir haben mit der von uns neu definierten "Generation 3.0" quasi Désis Diplomarbeitsthema kreiert und ihr Bruder hat mir die Absolution erteilt in den nächsten Ferien wiederkommen zu dürfen.

Das nenne ich mal scheen.

Dienstag, 4. März 2008

Auf geht´s zu Tante Dési

Morgen ist es soweit: ich mach´ mich mal wieder auf den Weg und gondel´ durch die Weltgeschichte. Mein Weg wird mich nach Göttingen führen und dort werde ich mich dann mit Tante Dési treffen. Sie zeigt mir Göttingen und Umgebung, ich lasse mich bereitwillig führen und werde an der ein oder anderen Ecke ein bisschen Geld lassen. Wie immer halt, wenn ich unterwegs bin.

Ansonsten werden wir uns dem darmspiegel widmen und einen Haufen Blödsinn anstellen. Wie immer halt, wenn wir unterwegs sind. Schön, wenn sich manche Dinge nie ändern.

Samstag, 1. März 2008

Barcelona-Trip: Adios Barcelona!

Wirklich kaum zu glauben wie schnell drei Tage vergehen können, wenn man sich so großartig amüsiert und jede Stunde etwas Neues und Faszinierendes entdecken kann. Nun denn, alles Schöne hat irgendwann ein Ende und so war es auch schon der letzte Tag in Barcelona.

Am Morgen wurden die Taschen schon gepackt und in der Verwahrung abgegeben, damit wir nicht im Packmuli-Stil mit den Reisetaschen durch die Gegend ziehen müssen. Das erste Ziel war der Parc Güell im Norden der Stadt. Da wir aber mit einem konkreten Abflugtermin für den Abend vor Augen nicht die Zeit zum trödeln hatten, haben wir uns gleich für die U-Bahn entschieden und sind über die Rocafort zurück zum Placa Espanya und von dort über neun weitere Stationen bei der Vallcarca raus. Von dort ist es nur noch ein Steinwurf hinauf zum Parc Güell, einer riesigen Gartenanlage nach Ideen Gaudis auf einem wunderbaren und einzigartigen Umsetzungen. In dem hügeligen Terrain kann man sich mit Leichtigkeit verlieren und die Seele baumeln lassen.
















Durch das Gassengewirr ging es bergab Richtung Innenstadt, damit wir es dieses mal endlich in die Casa Milà schaffen. Ähnlich die Hundertwasser
hatte es Gaudi nicht so wirklich mit rechten Winkeln, dafür aber umso mehr mit runden und sonstigen außergewöhnlichen Formen. Das Dach des Gaudi-Hauses ist eine kleine Welt für sich über dem Straßenlabyrinth der katalanischen Schönheit. Aber auch der Rest des Gebäudes ist absolut sehenswert. Wie schön es war merkte ich daran, dass die zwei eingeplanten Stunden wie im Flug verstrichen waren.













Bis zur Abfahrt vom Guest Room aus zum Flughafen waren es dann noch gute eineinhalb Stunden, die in den letzten Atemzügen unseres Urlaubs mit Shopping überbrückt wurden. Gute Idee, auch wenn wir unsere Taschen danach noch einmal ein wenig umpacken mussten. Ach, wie schwer dieses Schicksal doch ist. Am Airport gab es dafür dann auch die Quittung in Zahlen. Aus 8,1 kg Gepäck beim Abflug waren (aus mir unerfindlichen Shopping-Gründen) 11,3 kg geworden. Hmm… Mitsamt der Sachen aus Berlin konnte ich die zweite mitgebrachte Reisetasche locker füllen. Mein Kleiderschrank freut sich über so viel neues Futter.

Der Rückflug in die deutsche Hauptstadt war dann auch ziemlich schnell vergangen, da ich mich während der Flugzeit noch einmal mit den letzten Tagen auseinandergesetzt hatte. Und tatsächlich, obwohl wir mit der U-Bahn unterwegs waren haben wir weitere 13 km auf unseren Tacho packen können.

Am Dienstagmorgen ging es dann mit dem ICE über Leipzig sehr stressfrei zurück in die Heimat. Die Taschen voller Souvenirs und den Kopf voller neuer Eindrücke und schöner Erinnerungen. Mal sehen, wohin es mich beim nächsten Trip verschlägt.

Brüssel soll ja ganz schön sein…