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Sonntag, 29. August 2010
Münchner Rechenspiele
Es ist durchaus interessant zu sehen, dass ein einmonatiger Hotelaufenthalt mit zweimaliger An- und Abreise per Bahn zum Wochenende billiger sein könnte, als eine Monatsmiete in München. How sick is that!?
Freitag, 27. August 2010
(Ab)Taufrisch
Dinge, die man beim Abtauen des Gefrierschrankes beachten sollte:
- alle tiefkühler-abhängigen Lebensmittel auf entsprechende Alternativfächer evakuieren oder auffuttern. Check!
- eine Schale oder ähnliches unterstellen, um das Tauwasser auffangen zu können. Check!
- zur Sicherheit ein paar Handtücher und Co. zur Hand haben, um Überschwemmungen zügig beseitigen zu können. Check!
- sich der Tatsache bewusst sein, dass abtauendes Eis von der Decke des Gefrierers mit einem Höllenlärm runterfallen und mir eine Beinahe-Herzattacke bescheren könnte. Kein Check, aber für's nächste Mal weiß ich es nun.
Himmel, was bin ich gestern Abend vielleicht zusammengezuckt!
Donnerstag, 26. August 2010
Leben ausm Karton
Der Umzug nach München rückt näher. Man könnte ja fast meinen täglich ein bisschen mehr. Aber das halte ich für ein Gerücht. Zumindest für kein bestätigtes, schließlich mangelt es aktuell noch an einer Wohnung im Bayerischen. Der nächste Besichtigungsmarathon erfolgt dann kommende Woche, wenn ich dann ganz offiziell meine ersten Arbeitstage Nichts desto trotz habe ich schon angefangen mein Hab und Gut in Kartons zu verstauen, damit der Auszug aus der WG dann auch ruck-zuck von statten gehen kann. Ein kleiner Auszug für den Auszug ist dieser schickliche Turmbau zu Babel, der im Gros die gesammelten Printprodukte der letzten vier Jahre beherbergt (exklusive Ordnern mit Studienaufzeichnungen etc., die schon längst nach Hersfeld verschifft wurden).
Der restliche Inventar wird bis zum Wochenende endgültig eingetütet und dann ist - höhö, Wortwitzalarm - Ruhe im Karton.
Samstag, 14. August 2010
München
Es kommt Bewegung in mein Leben. Mal wieder. Denn auf das Ende des Studiums folgt für gewöhnlich das Abenteuer Berufsstart. So auch bei mir. Und so zieht es mich nach München.
Ab September werde ich michhochseriös wie ich bin in einer PR-Agentur für Social Media, Online-Relations und Technologie-PR verdingen. Klingt nicht nur spannend, sondern ist es auch. Für mich ist es auf jeden Fall genau die Chance, die ich gesucht habe - und nutzen will.
Ergo gilt meine Aufmerksamkeit nun der Wohnungssuche. Wer mir auf meiner Suche nach vier Wänden helfen mag, ich suche in München Ost (Maxvorstadt, Obergiesing, Haidhausen) nach einer 2-3ZKB-Option bis maximal 750,- warm. Falls ihr also jemanden kennt, der jemanden kennt, dessen Schwager sein Freund etwas abzutreten hat, ruhig melden ;-)
Ab September werde ich mich
Ergo gilt meine Aufmerksamkeit nun der Wohnungssuche. Wer mir auf meiner Suche nach vier Wänden helfen mag, ich suche in München Ost (Maxvorstadt, Obergiesing, Haidhausen) nach einer 2-3ZKB-Option bis maximal 750,- warm. Falls ihr also jemanden kennt, der jemanden kennt, dessen Schwager sein Freund etwas abzutreten hat, ruhig melden ;-)
Dienstag, 27. Juli 2010
Immer noch am leben
Ich bin immer noch da. Auch wenn man etwas anderes vermuten könnte, wenn man sich die Ruhe der letzten Wochen ansieht. Mea culpa, klare Sache. Allerdings fehlte und fehlt mir aktuell noch der richtige Drive, um wieder einzusteigen und wie ein Berserker zu bloggen. Ein Umstand, der sich demnächst wohl kaum großartig ändern dürfte. Es gibt im Moment einfach immer noch so viel zu tun und erledigen - und das, obwohl mein Studium eigentlich fertig ist. Pff ...
Also nicht traurig sein, wenn ich noch eine Weile die Klappe halte (einige sind wahrscheinlich sogar froh darüber ^^). Das wird schon wieder. Glaube ich zumindest.
Also nicht traurig sein, wenn ich noch eine Weile die Klappe halte (einige sind wahrscheinlich sogar froh darüber ^^). Das wird schon wieder. Glaube ich zumindest.
Dienstag, 18. Mai 2010
Erkenntnis
Großartige Erkenntnis des Morgens: Wenn ich drei Stunden früher aufstehe als sonst und in der Zeit all den Kram erledige, der mich tagsüber in meinem Tun so aufhält, dann gewinne ich de facto drei Stunden, die ich dazwischen mit in keinster Weise produktiven Tätigkeiten verbringen kann. Schlafen zum Beispiel.
Öhm, Moment mal ...
Öhm, Moment mal ...
Samstag, 8. Mai 2010
Und plötzlich ging nix mehr
Es gibt so ein paar Dinge, die möchte man explizit während seiner Diplomphase nicht erleben: die Insolvenz des Untersuchungspartners zum Beispiel (zumindest in Frankfurt nicht der Fall). Oder eine gefühlte 24/7-Baustelle direkt nebenan, die sich mittlerweile relativiert hat und lärmtechnisch in Grenzen hält. Oder aber - und an dieser Stelle setzt meine Geschichte am vergangenen Dienstagabend ein - eine komplette Arbeitsverweigerung des Laptops.
Nix ging mehr. Kein Hochfahren. Keine explizite Fehlermeldung. Nix. Naja, das stimmt nicht ganz. Nach dem Einschalten kam ein Blackscreen. Immerhin. Hilft aber auch nur bedingt, wenn man nicht an seine Daten rankommt.
Wir erinnern uns: meine Diplomphase läuft seit Anfang März und endet am 31. Mai. Ganz mieses Timing. Also meinen persönlichen Computertechnikengel informiert und für Donnerstagnachmittag die große Rettungsaktion anberaumt. Nach knapp sechs Stunden lief dann alles wieder so, wie es soll. Alle persönlichen Daten konnten gesichert werden, die Verluste gestalten sich minimal.
Mein Glück im Unglück: ich hatte meine Diplomarbeit parallel auch auf einem USB-Stick gesichert und konnte in den zwei Tagen ohne Laptop in den studentischen Arbeitsräumen am Campus ein wenig weiterarbeiten. Vier, fünf Stunden Arbeit an einem fremden Rechner sind dummerweise aber nun einmal nicht das Gleiche wie am eigenen. Naja, besser, als wenn alles futsch gewesen wäre, nicht wahr?
Gestern und heute gehen noch für die Rekonfiguration des neuaufgesetzten Systems drauf, damit an Programmen alles wieder zur Verfügung steht, wie es vor dem Crash der Fall war. Plus die drei Tage eingeschränkten Arbeitens und die paar wenigen, nur peripher wichtigen Daten, die ich verloren habe, sind mir geschätzte vier Tage Diplombearbeitungszeit flöten gegangen, die sich aber Gott sei Dank wieder reinholen lassen.
An dieser Stelle möchte ich auch allen danken, die so fix ihre Hilfe angeboten haben und mir ihre Netbooks u.ä. für die Überbrückung angeboten bzw. ihre Daumen für eine fixe Rettung der Daten gedrückt haben! Ihr seid olé olé!
Was meinen Laptop schlussendlich nun so zerlegt hat, kann ich nur schwerlich abschätzen. Die Partitur, die das System inne hat, hatte es auf jeden Fall wohl sehr arg zerschossen.
Nix ging mehr. Kein Hochfahren. Keine explizite Fehlermeldung. Nix. Naja, das stimmt nicht ganz. Nach dem Einschalten kam ein Blackscreen. Immerhin. Hilft aber auch nur bedingt, wenn man nicht an seine Daten rankommt.
Wir erinnern uns: meine Diplomphase läuft seit Anfang März und endet am 31. Mai. Ganz mieses Timing. Also meinen persönlichen Computertechnikengel informiert und für Donnerstagnachmittag die große Rettungsaktion anberaumt. Nach knapp sechs Stunden lief dann alles wieder so, wie es soll. Alle persönlichen Daten konnten gesichert werden, die Verluste gestalten sich minimal.
Mein Glück im Unglück: ich hatte meine Diplomarbeit parallel auch auf einem USB-Stick gesichert und konnte in den zwei Tagen ohne Laptop in den studentischen Arbeitsräumen am Campus ein wenig weiterarbeiten. Vier, fünf Stunden Arbeit an einem fremden Rechner sind dummerweise aber nun einmal nicht das Gleiche wie am eigenen. Naja, besser, als wenn alles futsch gewesen wäre, nicht wahr?
Gestern und heute gehen noch für die Rekonfiguration des neuaufgesetzten Systems drauf, damit an Programmen alles wieder zur Verfügung steht, wie es vor dem Crash der Fall war. Plus die drei Tage eingeschränkten Arbeitens und die paar wenigen, nur peripher wichtigen Daten, die ich verloren habe, sind mir geschätzte vier Tage Diplombearbeitungszeit flöten gegangen, die sich aber Gott sei Dank wieder reinholen lassen.
An dieser Stelle möchte ich auch allen danken, die so fix ihre Hilfe angeboten haben und mir ihre Netbooks u.ä. für die Überbrückung angeboten bzw. ihre Daumen für eine fixe Rettung der Daten gedrückt haben! Ihr seid olé olé!
Was meinen Laptop schlussendlich nun so zerlegt hat, kann ich nur schwerlich abschätzen. Die Partitur, die das System inne hat, hatte es auf jeden Fall wohl sehr arg zerschossen.
Sonntag, 25. April 2010
Mit Ball ist's schöner
Das mehr oder minder regelmäßige morgendliche Laufen ist zwar ganz nett, aber irgendwie fehlt was. Und zwar die Abwechslung. Ganz furchtbar ersichtlich wurde es gestern Morgen. Entgegen der Gewohnheit wählte ich nicht meine große Schleife, sondern entschied mich spontan für sechs Runden um den Block, was distanztechnisch in etwa auf das Gleiche rausläuft. Wenn es nur nicht so saulangweilig gewesen wäre.
Schon in meiner Aktivenzeit im Fußball- und Basketballverein gab es kaum etwas prinzipiell Wichtigeres und gleichzeitig so Sterbenslangweiliges wie Konditionbolzen mittels Rundenlaufen. Kein Wunder, dass ich den Grundsatz "Sport muss nicht nur den Körper fordern, sondern auch den Kopf" vertrete. Es muss etwas passieren, Farbe ins Spiel kommen... Nur nicht langweilig werden.
Verstärkt wurde diese These durch den heutigen Spontanausflug nach Aschaffenburg. Bei strahlend blauem Himmel und Sonne satt hat sich meine WG geschlossen ins Nizza Bayerns getrollt und im Schönbusch das Leben genossen. Mit dabei: mein alter, langsam Luft verlierender Fußball, der zum Zocken noch absolut ausreichend ist.
Und kaum rollte der Ball, war die Bewegung eine ganz andere. Flüssig, energiegeladen, geradezu aufgedreht. Als ob mir jemand eine große Portion Endorphine mit 'ner Kirsche oben drauf vorgesetzt und ich den Becher ratzfatz weggeputzt hätte. Selbst nach der einen Stunde verspürte ich keinerlei Ermüdungserscheinungen, während mir die halbe Stunde auf Zeit morgens die Lunge aus der Brust pumpen will.
Fazit: Mit Ball macht Laufen einfach mehr Spaß.
Und wer jetzt meint "ist ja klar, du läufst ja mehr in kürzerer Zeit. Kein Wunder, dass du sonst kaputt bist", dem sei gesagt, dass meine Mitbewohner zwei furchtbar liebe Jungs, leider aber mit zwei linken Füßen ausgestattet sind. Die Laufarbeit war auf jeden Fall die Gleiche ^^
Schon in meiner Aktivenzeit im Fußball- und Basketballverein gab es kaum etwas prinzipiell Wichtigeres und gleichzeitig so Sterbenslangweiliges wie Konditionbolzen mittels Rundenlaufen. Kein Wunder, dass ich den Grundsatz "Sport muss nicht nur den Körper fordern, sondern auch den Kopf" vertrete. Es muss etwas passieren, Farbe ins Spiel kommen... Nur nicht langweilig werden.
Verstärkt wurde diese These durch den heutigen Spontanausflug nach Aschaffenburg. Bei strahlend blauem Himmel und Sonne satt hat sich meine WG geschlossen ins Nizza Bayerns getrollt und im Schönbusch das Leben genossen. Mit dabei: mein alter, langsam Luft verlierender Fußball, der zum Zocken noch absolut ausreichend ist.
Und kaum rollte der Ball, war die Bewegung eine ganz andere. Flüssig, energiegeladen, geradezu aufgedreht. Als ob mir jemand eine große Portion Endorphine mit 'ner Kirsche oben drauf vorgesetzt und ich den Becher ratzfatz weggeputzt hätte. Selbst nach der einen Stunde verspürte ich keinerlei Ermüdungserscheinungen, während mir die halbe Stunde auf Zeit morgens die Lunge aus der Brust pumpen will.
Fazit: Mit Ball macht Laufen einfach mehr Spaß.
Und wer jetzt meint "ist ja klar, du läufst ja mehr in kürzerer Zeit. Kein Wunder, dass du sonst kaputt bist", dem sei gesagt, dass meine Mitbewohner zwei furchtbar liebe Jungs, leider aber mit zwei linken Füßen ausgestattet sind. Die Laufarbeit war auf jeden Fall die Gleiche ^^
Donnerstag, 22. April 2010
Cooler Typ
Heute beim Blutspenden einen neuen persönlichen Rekord aufgestellt: 35,2°C beim Messen der Körpertemperatur sind absoluter Kältetiefpunkt. Der Arzt hat extra zwei Mal nachgemessen, weil er's selber nicht glauben konnte. Bin halt ein cooler Typ =D
PS: die Verpflegung nach dem Abzapfen sowie die Fresspakete sind auf dem Land einfach immer wieder supi!
PS: die Verpflegung nach dem Abzapfen sowie die Fresspakete sind auf dem Land einfach immer wieder supi!
Donnerstag, 4. März 2010
Leb' wohl, Mümmelmeister
Mittwoch, 3. März 2010
Irischer Ohrwurm
Wenn ich euch schon an meinem täglichen Freud und Leid teilhaben lasse, dann auch an diesem Ohrwurm. Das kleine Mistvieh hat sich nach Sherlock Holmes in meinem Schädel festgesaugt und will ums Verrecken nicht raus.
Direktrockyroadtodublin
Sollte es bis zum Wochenende nicht besser werden, habe ich mir schon zwei Optionen zurechtgelegt. Option A: mich mit betrunkenen Iren prügeln, um den Drecksack rauszuschütteln (gibt es überhaupt Iren in Dieburg) oder Option B: das Aas mit Guinness ersäufen (gibt es wenigstens das hier?).
Sollte es bis zum Wochenende nicht besser werden, habe ich mir schon zwei Optionen zurechtgelegt. Option A: mich mit betrunkenen Iren prügeln, um den Drecksack rauszuschütteln (gibt es überhaupt Iren in Dieburg) oder Option B: das Aas mit Guinness ersäufen (gibt es wenigstens das hier?).
Donnerstag, 25. Februar 2010
Das kommt unerwartet
Seit Beginn meines Studiums hatte ich immer ein sehr klares Ziel vor Augen: alle Scheine sammeln, gute Klausuren ablegen, eine klasse bis bombastische Diplomarbeit abliefern (die Ansprüche variierten je nach Thema, ehe ich mich festlegte) und dann meinen Wunschjob in Frankfurt antreten.
Das war so bis Anfang dieser Woche. Da tauchten mit einem Mal neue Möglichkeiten auf, mit denen ich mich bislang aber nur am Rande und sehr spielerisch befasst habe. So suchen sowohl die zweitgrößte Agentur am Platz als auch eine der Top-Agenturen in Deutschland nach neuen Mitarbeitern in meinem Kerninteressengebiet und in beiden Fällen wurde ich - mit zum Teil weiteren Kandidaten - von meinem Prof als potentiell sehr interessanter Ansprechpartner empfohlen. Alles was ich tun muss ist mich in den Agenturen zu melden, ehe das Kennenlernen folgen würde.
Und plötzlich klingt das alles so viel aufregender als mein langgehegter und gepflegter Traum...
Das war so bis Anfang dieser Woche. Da tauchten mit einem Mal neue Möglichkeiten auf, mit denen ich mich bislang aber nur am Rande und sehr spielerisch befasst habe. So suchen sowohl die zweitgrößte Agentur am Platz als auch eine der Top-Agenturen in Deutschland nach neuen Mitarbeitern in meinem Kerninteressengebiet und in beiden Fällen wurde ich - mit zum Teil weiteren Kandidaten - von meinem Prof als potentiell sehr interessanter Ansprechpartner empfohlen. Alles was ich tun muss ist mich in den Agenturen zu melden, ehe das Kennenlernen folgen würde.
Und plötzlich klingt das alles so viel aufregender als mein langgehegter und gepflegter Traum...
Montag, 22. Februar 2010
Babies und ich
Ich gebe es zu: Ich kann mit Babies nicht viel anfangen. Klar, so ein kleines schwabbeliges Etwas mit großem Kopf und Riesenaugen ist schon putzig, aber da, wo bei Frauen und den stolzen Eltern bei jeder noch so kleinen Kleinigkeit für gewöhnlich der "Aaaaaawwwwww"-Reflex einsetzt, kommt bei mir nur ein "okay, ein Baby, und weiter?". Jüngst bestätigt durch den Besuch in der Heimat, als ich auch meine kleine, knapp 16 Monate alte Nichte wiedersah. Das Würmchen kann mittlerweile prima laufen, plappert munter drauf los und zeigt Zähne, aber mehr als Freude darüber, dass sie putzmunter und gesund ist, kommt bei mir nicht rum.
Wer mir nicht glaubt, soll mir bei Gelegenheit einfach mal ein Baby in die Hände drücken und meine Reaktion abwarten.
Aber keine Sorge, sobald die Sache mit dem unkontrollierten Speichelfluss, der fragmentarischen Kommunikation und dem nichts-mit-einem-Ball-anfangen-können geklärt ist wird es bei mir wieder besser. Bis dahin bleibt es erst einmal bei "okay, ein Baby, und weiter?".
Wer mir nicht glaubt, soll mir bei Gelegenheit einfach mal ein Baby in die Hände drücken und meine Reaktion abwarten.
Aber keine Sorge, sobald die Sache mit dem unkontrollierten Speichelfluss, der fragmentarischen Kommunikation und dem nichts-mit-einem-Ball-anfangen-können geklärt ist wird es bei mir wieder besser. Bis dahin bleibt es erst einmal bei "okay, ein Baby, und weiter?".
Freitag, 12. Februar 2010
Wohltätigkeit ist nur eine Illusion
Wohltätigkeit ist nur eine Illusion. Ein Gedankenspiel, das uns in Zeiten vermeintlicher sozialer Kälte einen warmen Mantel der Güte vorgaukelt, wenn wir ein paar Cent Wechselgeld aus unserer Jackentasche in den Pappbecher eines Bettlers bugsieren. Und egal welch ausgeprägter Gutmensch man ist, man fühlt sich nach einer kleinen Gabe hinterher nur schlecht. Schlecht, weil man, man ist noch keine zehn Schritt weiter, weiß, dass man durchaus hätte mehr geben können, wenn man gewollt hätte. Es ist eine Spirale, die, obgleich man sich mit dem Geben einer kleinen Almose besser fühlen sollte, nicht nach oben, sondern nach unten führt, obwohl man geholfen hat. Aber man will nicht immer nach unten geführt werden. Ich weiß das. Erst heute Abend ist mir nämlich genau das wiederfahren.
Es gibt hier in der Gegend ein Projekt, das ehemaligen Drogensüchtigen die Möglichkeit bietet sich über den Verkauf von Zeitungsabos einen Teil der Resozialisierungsprogramme finanzieren zu können. Ich kenne die Jungs und Mädels, da sie regelmäßig bei mir vor der Tür stehen, vorstellig werden und mir ihre Geschichte erzählen. Es klingt zwar oftmals wie das typische "ich war jung, hatte Probleme und habe einen Fehler gemacht"-Klischee, aber das ist das Problem. Die meisten Klischees sind wahr, wenn man sie oft genug sieht, hört, erlebt.
Und dann stehen wir da. Ich, Mitte zwanzig, Student, mit Problemen, die im Vergleich zur Not dieser Welt nur für einen verschwindend geringen Prozentsatz auch nur annähernd nachzuvollziehen sind.
Auf der anderen Seite der Tür Ex-Junkies, Mitte zwanzig, arbeitslos, bei einer Rückfallquote von über 90 Prozent so gut wie ohne jede Perspektive auf ein geregeltes Leben, Einkommen, einen Job oder ein soziales Umfeld, welches einem vorbehaltslos den Rücken stärkt. Es sind Probleme, wie sie ein im Vergleich erschreckend hoher Prozentsatz dieser Welt in Not nur zu gut kennt.
Wir unterhalten uns immer sehr angeregt. Ohne Misstrauen. Wenn diese Gleichaltrigen von Tür zu Tür ziehen, um ihre Abonnements zu verkaufen, dann wissen sie, dass sie Scheiße gebaut haben. Meistens zumindest. Wenn wir diese Gespräche jedoch anfangen, dann wissen beide Seiten auch worauf es hinauslaufen wird: der Verkauf.
Und dann stehen wir da. Vor nicht einmal fünf Stunden war das. Er und ich. Er ist tatsächlich sehr sympathisch, aber ich weiß, wo dieses Gespräch endet. Und ich will nichts kaufen. Es ist bereits das vierte Mal, dass diese so-gut-wie-Zukunftslosen vor meiner Tür stehen und das Muster, mit dem sie zum Abschluss kommen wollen, kenne ich bereits sehr gut. Leider.
Die einen verstanden sich besser darauf, die anderen weniger. Ins Gespräch kommen. Unverfängliche Fragen stellen und Antworten geben, die einem zehn, fünfzehn Minuten später vorgaukeln, dass man sich ja nun kenne, einander vertrauen und gegenseitig etwas Gutes könne. In Wahrheit steht mir nach wie vor ein absolut Fremder gegenüber. Ein Fremder, dem ich nichts Böses wünsche, aber verbindlich helfen will ich ihm an diesem Abend auch nicht.
Ich habe schon genug Fremden geholfen und helfe immer noch, denke ich im Stillen bei mir. Die monatlichen Spenden an die Charityorganisation im ersten Studienjahr, als ich es mir problemlos leisten konnte. Die unzähligen Münzen, die ich den Spielmännern, Musikanten und Bettlern überlasse. Das ein oder andere belegte Brötchen, das einem Stadtstreicher für ein paar Stunden den leeren Magen füllte...
"20 Cent pro Tag" reisst er mich aus meinen Überlegungen heraus und in das Gespräch zurück. 20 Cent pro Tag wären die Hilfe gewesen, die dieser junge Kerl im Grunde von mir erbittet, die ich ihm aber nicht gewähren mochte. Natürlich würde ich das Geld im Kleinen nicht vermissen. Was sind schon 20 Cent? Ein Brötchen beim Bäcker. Zwei Tütchen Mayo in der Mensa am Campus. Vier Colafläschen aus diesen riesigen Süßigkeitentrommeln, wie sie beim Kiosk an der Ecke früher standen... Und doch gewähre ich sie ihm nicht. Warum? Weil ich seine Geschichte kenne.
All die in meiner Erinnerung gesichtlosen vom Pech Verfolgten, denen ich mein Wechselgeld aus meiner Jackentasche zukommen ließ, sind eben das. Vom Pech Verfolgte. Gesichtslos. Austauschbar und damit ohne emotionalen Balast beladen. Ich weiß nicht, welches Schicksal sie in diese Lage gebracht hat und möchte es auch nicht wissen. Ich will nicht vorgehalten bekommen, dass ich es besser habe. Dessen bin ich mir auch so bewusst. Ich will nicht daran erinnert werden, dass ich die Welt retten könnte, wenn ich es wirklich wollte. Auch das ist mir bekannt. Aber ich habe aufgehört es zu versuchen. Ich kann nicht die ganze Welt retten. Ich habe es schon oft genug versucht. Mit den Spenden. Mit dem Wechselgeld. Mit den Brötchen. Und danach fühlt man sich doch nur wieder schlecht, weil es mehr hätte sein können. Das will ich nicht mehr.
Als ich die Tür hinter meinem Besuch schließe lasse ich die letzten Sätze unseres Gespräches noch einmal Revue passieren: "Du bist dir sicher, dass du nichts geben kannst?" - "Ja, das bin ich."
Und mit einem Mal wird mir bewusst, dass ich bei diesem Satz gelächelt habe.
Es gibt hier in der Gegend ein Projekt, das ehemaligen Drogensüchtigen die Möglichkeit bietet sich über den Verkauf von Zeitungsabos einen Teil der Resozialisierungsprogramme finanzieren zu können. Ich kenne die Jungs und Mädels, da sie regelmäßig bei mir vor der Tür stehen, vorstellig werden und mir ihre Geschichte erzählen. Es klingt zwar oftmals wie das typische "ich war jung, hatte Probleme und habe einen Fehler gemacht"-Klischee, aber das ist das Problem. Die meisten Klischees sind wahr, wenn man sie oft genug sieht, hört, erlebt.
Und dann stehen wir da. Ich, Mitte zwanzig, Student, mit Problemen, die im Vergleich zur Not dieser Welt nur für einen verschwindend geringen Prozentsatz auch nur annähernd nachzuvollziehen sind.
Auf der anderen Seite der Tür Ex-Junkies, Mitte zwanzig, arbeitslos, bei einer Rückfallquote von über 90 Prozent so gut wie ohne jede Perspektive auf ein geregeltes Leben, Einkommen, einen Job oder ein soziales Umfeld, welches einem vorbehaltslos den Rücken stärkt. Es sind Probleme, wie sie ein im Vergleich erschreckend hoher Prozentsatz dieser Welt in Not nur zu gut kennt.
Wir unterhalten uns immer sehr angeregt. Ohne Misstrauen. Wenn diese Gleichaltrigen von Tür zu Tür ziehen, um ihre Abonnements zu verkaufen, dann wissen sie, dass sie Scheiße gebaut haben. Meistens zumindest. Wenn wir diese Gespräche jedoch anfangen, dann wissen beide Seiten auch worauf es hinauslaufen wird: der Verkauf.
Und dann stehen wir da. Vor nicht einmal fünf Stunden war das. Er und ich. Er ist tatsächlich sehr sympathisch, aber ich weiß, wo dieses Gespräch endet. Und ich will nichts kaufen. Es ist bereits das vierte Mal, dass diese so-gut-wie-Zukunftslosen vor meiner Tür stehen und das Muster, mit dem sie zum Abschluss kommen wollen, kenne ich bereits sehr gut. Leider.
Die einen verstanden sich besser darauf, die anderen weniger. Ins Gespräch kommen. Unverfängliche Fragen stellen und Antworten geben, die einem zehn, fünfzehn Minuten später vorgaukeln, dass man sich ja nun kenne, einander vertrauen und gegenseitig etwas Gutes könne. In Wahrheit steht mir nach wie vor ein absolut Fremder gegenüber. Ein Fremder, dem ich nichts Böses wünsche, aber verbindlich helfen will ich ihm an diesem Abend auch nicht.
Ich habe schon genug Fremden geholfen und helfe immer noch, denke ich im Stillen bei mir. Die monatlichen Spenden an die Charityorganisation im ersten Studienjahr, als ich es mir problemlos leisten konnte. Die unzähligen Münzen, die ich den Spielmännern, Musikanten und Bettlern überlasse. Das ein oder andere belegte Brötchen, das einem Stadtstreicher für ein paar Stunden den leeren Magen füllte...
"20 Cent pro Tag" reisst er mich aus meinen Überlegungen heraus und in das Gespräch zurück. 20 Cent pro Tag wären die Hilfe gewesen, die dieser junge Kerl im Grunde von mir erbittet, die ich ihm aber nicht gewähren mochte. Natürlich würde ich das Geld im Kleinen nicht vermissen. Was sind schon 20 Cent? Ein Brötchen beim Bäcker. Zwei Tütchen Mayo in der Mensa am Campus. Vier Colafläschen aus diesen riesigen Süßigkeitentrommeln, wie sie beim Kiosk an der Ecke früher standen... Und doch gewähre ich sie ihm nicht. Warum? Weil ich seine Geschichte kenne.
All die in meiner Erinnerung gesichtlosen vom Pech Verfolgten, denen ich mein Wechselgeld aus meiner Jackentasche zukommen ließ, sind eben das. Vom Pech Verfolgte. Gesichtslos. Austauschbar und damit ohne emotionalen Balast beladen. Ich weiß nicht, welches Schicksal sie in diese Lage gebracht hat und möchte es auch nicht wissen. Ich will nicht vorgehalten bekommen, dass ich es besser habe. Dessen bin ich mir auch so bewusst. Ich will nicht daran erinnert werden, dass ich die Welt retten könnte, wenn ich es wirklich wollte. Auch das ist mir bekannt. Aber ich habe aufgehört es zu versuchen. Ich kann nicht die ganze Welt retten. Ich habe es schon oft genug versucht. Mit den Spenden. Mit dem Wechselgeld. Mit den Brötchen. Und danach fühlt man sich doch nur wieder schlecht, weil es mehr hätte sein können. Das will ich nicht mehr.
Als ich die Tür hinter meinem Besuch schließe lasse ich die letzten Sätze unseres Gespräches noch einmal Revue passieren: "Du bist dir sicher, dass du nichts geben kannst?" - "Ja, das bin ich."
Und mit einem Mal wird mir bewusst, dass ich bei diesem Satz gelächelt habe.
Dienstag, 2. Februar 2010
Kasperpop
Gestern Abend. Aschaffenburg. Stadthalle. René Marik mit seinem neuen Programm "Kasperpop". Saulustig, aber zu viele Unterbrechungen für Songs, die nicht wirklich gut ankamen, da a) miese Akustik und b) nur naja statt voll toll.
Und weil ich "Abre Kadabre, ich wünsche mir de Babe" gerade nicht finden kann, gibt es hier noch kurze Impressionen von Winnetou und Old Chettechage...
Direktoldchettechage
PS: der Hasskasper ist ja mal fies. Holla, die Waldfee =D
Und weil ich "Abre Kadabre, ich wünsche mir de Babe" gerade nicht finden kann, gibt es hier noch kurze Impressionen von Winnetou und Old Chettechage...
PS: der Hasskasper ist ja mal fies. Holla, die Waldfee =D
Mittwoch, 27. Januar 2010
Hohlbrote! Allesamt!
Grrrrrr, ich könnte gerade in die Tischkante beissen! Wie man's auch macht, diese Hohlbrote sind ums Verrecken nicht zufrieden... Bleibt doch einfach ganz daheim und haltet die Schnauze, wenn es euch nicht passt! Aaaaaaaaaarrrrrgggghhhhhh!
Mittwoch, 20. Januar 2010
Einfache Rechnung
>100 Kommentare + Geburtstag x Bloggertum = Gerührt. Vor Freude
So muss das sein. Weil wir so sind, wie wir sind.
So muss das sein. Weil wir so sind, wie wir sind.
Dienstag, 5. Januar 2010
Plätzchen-Carepaket reloaded
Julia, dein Päckchen ist gestern bei mir angekommen (stand zumindest vor meiner Tür) und wurde am Abend beim Auspacken in Fetzen gerissen fein säuberlich geöffnet.
Ich nehme einfach mal an, dass meine Nachbarn in meiner Abwesenheit ausnahmsweise ein Paket für mich angenommen haben (somit stände es 57:1), weshalb ich nur schwer abschätzen kann wann es in Dieburg angekommen ist und wie lange es schon auf mich gewartet hat. Aber lass dir gesagt sein: die Plätzchen schmecken nach wie vor seeeeeehr gut (und sind zur Hälfte schon weggeputzt ^^).
Der Einsatz deines Lebens bei der Produktion hat sich also vollends ausgezahlt und ich kann überhaupt kein Blut rausschmecken =D Also: vielen lieben Dank für diese nachträgliche, mundende Weihnachtsüberraschung und euren lieben Brief!
Ich nehme einfach mal an, dass meine Nachbarn in meiner Abwesenheit ausnahmsweise ein Paket für mich angenommen haben (somit stände es 57:1), weshalb ich nur schwer abschätzen kann wann es in Dieburg angekommen ist und wie lange es schon auf mich gewartet hat. Aber lass dir gesagt sein: die Plätzchen schmecken nach wie vor seeeeeehr gut (und sind zur Hälfte schon weggeputzt ^^).
Der Einsatz deines Lebens bei der Produktion hat sich also vollends ausgezahlt und ich kann überhaupt kein Blut rausschmecken =D Also: vielen lieben Dank für diese nachträgliche, mundende Weihnachtsüberraschung und euren lieben Brief!
Samstag, 2. Januar 2010
Mehr!
Neues Jahr, neues Glück. Nach knappen 43 Stunden Zwanzig-Zehn habe ich gepaart mit meinem Credo für die kommenden zwölf Monate einen einfachen Wunsch: Den Wunsch nach mehr - vor allem im Kleinen, das nicht gleich mein Leben verändern, aber bereichern kann und soll.
Mehr Kinobesuche. Mehr Zeit mit meinen Lieben. Mehr Telefonate, wenn ich sie mal nicht sehen kann. Mehr Briefe und Postkarten schreiben. Mehr Musik (in Form von Konzerten und hier im Blog). Passend zu den Kinobesuchen wieder mehr Reviews. Mehr Laufen. Mehr Obst. Mehr Anzüge. Wieder mehr (aktiver) Basketball. Mehr Kommentare bei meinen Blogrunden hinterlassen. Mehr Bücher lesen. Mehr Reisen. Mehr Besuche. Mehr Party-, Grill-, Fußball-, Gaming und Pokerabende. Mehr Leben eben.
Mehr Kinobesuche. Mehr Zeit mit meinen Lieben. Mehr Telefonate, wenn ich sie mal nicht sehen kann. Mehr Briefe und Postkarten schreiben. Mehr Musik (in Form von Konzerten und hier im Blog). Passend zu den Kinobesuchen wieder mehr Reviews. Mehr Laufen. Mehr Obst. Mehr Anzüge. Wieder mehr (aktiver) Basketball. Mehr Kommentare bei meinen Blogrunden hinterlassen. Mehr Bücher lesen. Mehr Reisen. Mehr Besuche. Mehr Party-, Grill-, Fußball-, Gaming und Pokerabende. Mehr Leben eben.
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