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Sonntag, 19. Oktober 2008

"Simplify your life" im Selbsttest - Zweisamkeit

Der Abschluss meines Selbstests ließ dann doch etwas länger auf sich warten als gedacht, aber sei´s drum. Vor dem großen Test zur Selbstfindung steht das letzte Themenkapitel, welches als letzte große Hürde auf mich wartet.

Stufe 6 Ihrer Lebenspyramide: Vereinfachen Sie Ihre Partnerschaft

Höchstraten bei Scheidungen, so viele "wilde Ehen" wie noch nie, Hasslieben überall. Irgendwas scheint schief zu laufen im allgemeinen Beziehungschaos. Die "simplify"-Wundertüte hilft auch in dieser Lebenslage.

Die Medien tragen an diesen desaströsen Entwicklungen ausnahmsweise nicht die Schuld daran - zumindest nicht direkt. Sie geben schließlich nur falsche Statistiken wieder oder zeigen vermeintliche Überpaare (-väter/ -mütter), die das Übel der Welt bekämpfen und nebenbei gerne noch mit ihrem Zahnpastalächeln ein paar läppische Millionen für einen Film und Werbung verdienen.

Das schweift zwar etwas vom Thema ab, ist aber auch ein in etwa angesprochener Punkt zum Thema Partnerschaften. Um Himmels Willen, guckt als verliebtes Paar nicht andauernd nach links und rechts, was die anderen gerade machen oder ob sie sich den Mund über euch zerreißen. Macht euer eigenes Ding und zieht es auch durch! Wer einem Paar sein Glück nicht gönnt, der sollte sich mal bitte mit sich selber auseinandersetzen, anstatt immer nur Gift und Galle zu spucken und jedem alles versauen zu wollen. Schließlich gehören zu einer Beziehung immer nur die beiden Liebenden, die sich doch ihre Gedanken zueinander gemacht haben dürften.

Bei glücklichen Paaren haben sich im optimalsten Fall beide schon vorher mit dem Zusammensein beschäftigt, sich in einem angemessenen Rahmen kennengelernt und sind mit gesundem Menschenverstand (auch wenn dieser laut landläufiger Meinung ja gerne mal zeitweise aussetzen soll) in die Beziehung gegangen.

Bei noch ncht ganz so glücklichen Paaren kriselt es mitunter schon alleine deshalb, weil man sich nicht richtig kennengelernt hat oder zu blauäugig ins gemeinsame (Un-)Glück gerannt ist. Mit falschen Erwartungen an den anderen ausgestattet, ähnelt das Ganze dann nach und nach gerne mal einem Schwimmwettbewerb mit Betonschuhen. Kann ja nur schiefgehen.

Sich gegenseitig mit den typischen Beziehungsproblemen (Beispiele: mangelnde Kommunikation, eigene Wünsche werden solange hinten angestellt bis sie resigniert abgehakt werden oder der Partner im lauten Knall seiner Wut Luft macht, flasche Einschätzung des Herzblattes, alles für selbstverständlich halten, Nörgeln, keine Zeit für die Beziehung und noch vieles mehr) zu konfrontieren, ohne dabei die Streitaxt zu schwingen - der Name kommt nicht von ungefähr -, bewirkt laut Angabe der Autoren oftmals Wunder.

Für viele ist ihre Handlungsweise nicht selten die einzig richtige, weshalb der andere natürlich auf mich einzugehen hat. Blöd nur, wenn das Herzblatt genau die gleiche Ansicht hat. Wie gesagt, Reden hilft. Streiten aber auch!

Wenn mal die Fetzen fliegen sollten, dann aber richtig! Mit "richtig" sind ein paar kleine Regeln gemeint, die im Eifer des Gefechts aber getrost über den Haufen geworfen werden dürften, sollte man nicht regelmäßig das "richtige Streiten" üben.
Nicht unsachlich zu werden, beim eigentlichen Streitthema zu bleiben oder versteckte bis offene persönliche Kritik einfliessen zu lassen fällt in der Regel schwerer als gedacht. Wer das Streiten jedoch drauf hat, der kann sich durchaus einer gesunden Beziehung erfreuen - in allen Lebenslagen.

Eine frühzeitige Klärung der selbigen wird gleichzeitig auch als abschließende Hilfestellung an die Welt weitergegeben. Wer mit seiner vermeintlich besseren Hälfte zusammenleben möchte, der sollte einfach mal ein Bild der gemeinsamen Zukunft in fünf, zehn oder mehr Jahren malen. Sollten sich die Visionen der Partner nur geringfügig unterscheiden, dann kann man die Zeit zusammen genießen und sehen, was noch so kommt. Wenn er/sie jedoch grundsätzlich andere Vorstellungen hat, dann sollte man sich eventuell doch mal lieber intensiver zusammensetzen.


Und das war es auch schon. Das letzte Hilfekapitel ist geschafft. Was bleibt, ist der baldige Test zur Enträtselung des Lebenszieles, -traumes usw. Was kommt, ist das abschließende Fazit zu meinem Selbsttest.

Kommentare:

  1. Ich lebe auch in "wilder Ehe". Der Held und ich haben so ziemlich die gleichen Vorstellungen sowohl vom "hier und jetzt" als auch von der entfernten Zukunft. Das haben wir ziemlich schnell festgestellt und sind recht schnell zusammengezogen. Von links und rechts hörte man häufig dieses hüsteln (WIE KÖNNT IHR BLOß?), doch das hat uns noch nie gestört.

    Läuft jetzt was schief oder ist alles gut, trotz wilder Ehe? Ich fühle mich wohl dabei und die sittliche Ehe kommt bestimmt auch noch. ^^

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  2. Na wenn es bei euch noch sittlich wird, dann ist ja alles gut ;) Meinen Segen habt ihr ^^ (gelten Oreo-Kekse en massé dann eigentlich als adäquates Hochzeitsgeschenk?)

    PS: ich finde es übrigens sehr schön, dass ich mich bei meinem "Selbsttest" auf dich und deine Kommentare verlassen kann =) Danke dafür!

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  3. Klar! Für den Held gibt es auch keine besseren Kekse!

    Büdde büdde! Kommentiere immer wieder gern. Man kann sich aber auch auf Antworten deinerseits verlassen, von Kommentierenden immer gern gesehn.

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