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Dienstag, 29. Juli 2008

Zu langsam

Eigentlich sollte hier jetzt meine persönliche Einschätzung zur ganzen "Blogger vs Journalisten"-Debatte stehen, die letzten Montag erneut hochschwappte. Von wegen "ich sitze ja zwischen allen Stühlen" usw.
Blöd nur, wenn man nicht zu Potte kommt und das Thema längst wieder weg vom Fenster ist. Tote Säue soll man schließlich nicht mehr durchs Dorf treiben, also bleibt mein Entwurf in der Schublade.

Aber hätte es den Beitrag gegeben, dann hätte die Einleitung so geklungen:

[...]
Blogger vs. Journalisten: (m)eine Analyse und Stellungnahme

[alles was jetzt folgt läuft Gefahr unpolitisch, rechthaberisch, selbstbezogen und unprofessionell zu sein. Liebe SpOn-Auotren, bitte wegschauen]

Blogger und Journalisten. Eine Mischung, die nur in den seltensten Fällen funktioniert. Der dreiseitige Artikel des Spiegels in seiner aktuellen Ausgabe ist mal wieder so ein Indiz dafür.

Die medienlese hatte die eigentliche Konstellation ja schon anhand der befragten bzw. genannten Personen im Artikel ein wenig entzerrt. Es wurden im Grunde die falschen Leute unter den falschen Vorzeichen gefragt. Bloggende (Ex-)Journalisten sind einfach kein wirklich repräsentatives Bild der deutschen Blogosphäre.
[...]

Montag, 28. Juli 2008

Linktipp: KoopTech

Schon länger bei mir auf dem Radar, möchte ich heute auf KoopTech aufmerksam machen, wobei "aufmerksam machen" der falsche Ausdruck ist. Das Echo innerhalb der Blogosphäre war in den letzten Wochen laut genug, um Aufmerksamkeit ohne Ende erregen zu können.

Das KoopTech-Blog ist ein von Christiane Schulzki-Haddouti und Prof. Dr. Lorenz Lorenz-Meyer, einem meiner Professoren am Campus Dieburg der Hochschule Darmstadt im Studiengang Online-Journalismus, betriebenes Projekt, dass der BMBF-Studie für "Kooperative Technologien in Arbeit, Ausbildung und Zivilgesellschaft" entstammt.

Die Frage, wozu Blogs eigentlich dienen, war neben der Studie der Auslöser für die Arbeit der beiden.
Was kann man mit ihnen erreichen? Wo liegen ihre Stärken? Und vor allem: Welche Auswirkungen könnten sie auf den (Online-)Journalismus haben?

Viele sehr interessante (Gast-)Beiträge bieten genug Potenzial, um etliche Stunden zu lesen und sich ein eigenes (komplett neues) Bild zu aktuellen Diskussionen zu machen.

KoopTech sollte zumindest für alle Online-Journalisten (in spe) und Interessierten eine Pflichtanlaufstelle sein.

Joe Eskimo ist fertig!

Joe Eskimo, die Filmproduktion dreier Studenten des Campus Dieburg, wurde hier bereits schon erwähnt und ist nun fertig. Sie liegt sogar schon diversen Filmwettbewerben vor.
Einen ersten Trailer gibt es mittlerweile zu sehen - und zwar an dieser Stelle.

Ich finde das Projekt ist sehr gelungen. Gefällt mir auch von der Thematik her gut.
Schaut´s euch also ruhig mal an.

Feedreader-Stöckchen

Sommerzeit ist Stöckchenzeit. Irgendwie muss das Sommerloch ja gefüllt werden. Das alles findet wieder einmal mit freundlicher Unterstützung des Wortteufels statt, da sie nie ihre Spielsachen wegräumt und überall liegen lässt... Danke schön.
Heute geht es, wie der Titel schon verrät, um meinen Feedreader und meine Feeds.


Wieviele Feedreader hast Du und seit wann?
Ein Feedreader - und zwar das feine Netvibes seit Februar diesen Jahres.

Wieviele Feeds hast Du abonniert, wieviele davon sind Blogs (in %)?
Aktuell sind es insgesamt 133 Feeds, wobei 114 Blogs dabei sind. Auf Dreisatz hab´ ich jetzt allerdings keine Lust. Müsste irgendwas bei 85% oder so sein...

Wieviele Feeds liest Du täglich (wöchentlicher Schnitt)?
In der Regel versuche ich alle Feeds, die im Laufe des Tages so eintrudeln, zu lesen, ehe ich sie wegklicke (Sportfeeds fallen am ehesten weg. Was interessiert mich denn Beachvolleyball?). Damit kommen so zwischen 120 bis 300+ Feeds am Tag zusammen. Glücklicherweise habe ich momentan die Zeit dafür.

Dein meistgelesenster Feed/deutscher Blog-Feed?
Hm... Wortteufel, die Gosch, die fünf Filmfreunde, UPLOAD und mlogger stehen bei den Blogs in meiner Gunst allesamt ganz weit oben.

Welche Nachrichtenseiten hast Du abonniert (nenne max. drei)?
Süddeutsche, Frankfurter Rundschau (nur den Sport) und SpOn.

Dein erstes und letztes Blog im Reader?
Kein Plan, ich habe das nach Kategorien sortiert.

Lesegewohnheit: alphabetisch, chronologisch, durcheinander?
Querbeet durch...

Hast Du Blogs/Feeds, von denen du nicht zugeben würdest, dass du sie liest, im Reader?
Ähm, nö. Das peinlichste ist wohl SpOn.


Das Staffelholz geht in die treuen Hände von ... ja, von wem eigentlich? Ach, ich lasse es hier liegen. Bedient euch.

Sonntag, 27. Juli 2008

StudiVZ-Gruppenfunde No. 2

Boah, schon über drei Monate seit der letzten Besichtigung der Gruppen. Das muss ich eben mal ändern. Dafür aber mit sehr persönlicher Färbung.



Zuchtverein Yps-Urzeitkrebse
Über Jahrmillionen hinweg beherrschten diese possierlichen Tierchen die Yps-Gimmick-Landschaft


Ibuprofen hilft immer!
Ibu zum Frühstück und derTag is gerettet und schmerzfrei


Asterix....Und dann muss da Soße rein!NEIN! Warum nicht?.....
Asterix und Kleopatra
Wie geil ist denn bitte das Lied das Pyradonis und sein Helfer singen als sie den Kuchen backen.....?

[für alle die Unwissenden, die keinen Plan haben worum es geht: klick]

Freitag, 25. Juli 2008

Straßenmalerei deluxe

Ich bin ja kein Freund dieser "schaut mal wie unglaublich das ist"-Formate, aber heute Abend gibt es wirklich was Schönes zu sehen. [Unglaublich! Die Show der Merkwürdigkeiten - RTL, 20.15 Uhr]

Julian Beever, britischer Straßenkünstler der Extraklasse, hat sich auf die Kunst der Anamorphose spezialisiert und kreiert damit Bilder, die über die bekannten 2D-Malereien hinaus gehen.

Hier gibt es weitere Kostproben seiner Werke.


Bild via rense.com

Mittwoch, 23. Juli 2008

Blogger vs. Journalisten

Seit zwei Tagen (und eigentlich schon länger) tobt mal wieder ein offener Grabenkampf. Auf der einen Seite Journalisten, auf der anderen Blogger.

Ganz grobe Zusammenfassung des Konflikts: Journalisten wollen, wie die Blogger sagen, Blogs nicht ernst nehmen als Informations- und Kommunikationsmittel im Wettbewerb der Großen und Etablierten, während die geweihte Gilde der Journalisten Bloggern so gut wie jegliche Kompetenzen und Qualitätsstandards absprechen, die man als Mitglied der schreibenden Zunft bräuchte, damit man sie ernst nehme.

Stein des neuerlichen Anstoßes war ein Artikel des Spiegels, der sich auf drei Seiten über die deutsche Blogosphäre ausließ. Dort werden Blogger als "unpolitisch, rechthaberisch, selbstbezogen und unprofessionell" abgestempelt.

Wer den ganzen Streit mitsamt seinen Ausläufern in der Blogosphäre nachvollziehen möchte, der findet hier und insbesondere hier Artikel und Analysen én masse sowie einen Gegenschlag.

Als bloggender Online-Journalismus-Student sitze ich nun zwischen den Stühlen und verfolge die Diskussionen mit höchster Aufmerksamkeit.

Nachtrag: die Medienlese nimmt die genannten Personen des Spiegel-Artikels herrlich unter die Lupe.
Fazit: Journalisten haben andere (Ex-)Journalisten auf Blogger-Pfaden gefragt, anstatt mit echten Bloggern zu sprechen. Toll.

Dienstag, 22. Juli 2008

Frozen Grand Central Station

Eine der coolsten Flashmob-Aktionen überhaupt.



Ich sag´ nur "Freeeeeeeeeezeeee".

Freitag, 18. Juli 2008

Sauberes Trinkwasser

Gerade habe ich im Rahmen der "Water Campaign with Volvic" folgenden Viral-Clip von World Vision UK gefunden.
Thema: sauberes Trinkwasser als Privileg für uns bzw. die Tatsache, das 1,1 Milliarden Menschen (das entspricht der Population von Europa und Nordamerika zusammen) Tag für Tag kein sauberes Trinkwasser zur Verfügung haben. Aus diesem Grund ruft die World Vision UK auch zu Spenden, Wasserpatenschaften und mehr auf.



Der Clip selber ist, wie ich finde, sehr gut in Szene gesetzt und hat seine starken Momente. Aus PR-Sicht also bestens inszeniert. Denn spätestens wenn die Mutter die Trinkflasche für den Nachwuchs anbereitet schluckt man schwer - im wahrsten Sinne des Wortes.

Neues Design bei Twitter

Gestern Abend, so gegen kurz nach halb 12 muss es gewesen sein, trieb ich mich gerade auf meiner Twitter-Site herum, als einen Refresh später alles in einem neuen Design erstrahlte. Klarer, etwas aufgeräumter, mehr Trennlinien zur besseren Übersicht...
Ich dachte meine Augen spielen mir einen Streich. Dann kamen andere Tweets reingeflattert, selber gedanklicher Inhalt. Coole Sache, dachte ich mir. Fünf Minuten später war der Spuk vorbei, das alte Design wieder da.

Da es schon spät war verschob ich die Nachforschungen auf heute morgen. Laptop an, Twitter
angesteuert... Twitter down. Mal wieder. Wahrscheinlich wollten alle das neue Design sehen, so fern es denn zu sehen war. Ich weiß es ja nicht, komme ja nicht auf meine Seite.

Leichte Enttäuschung machte sich schon breit, als ich in meinem Feedreader dann folgenden Beitrag von mlogger fand: "Twitter im neuen Design".
Martin war im Gegensatz zu mir so clever gleich mal einen Screenshot einzubinden, den ihr euch bei ihm auch ansehen könnt (vorausgesetzt ihr kommt im Moment auch nicht auf Twitter - was im Augenblick noch gelten dürfte).

Auf techcrunch gibt es die wichtigsten Änderungen im Überblick (ich picke nur ein paar raus):
- die Zeitstempel und Absender sind jetzt kursiv gehalten
- der letzte eigene Tweet findet sich nun unter der Message Box wieder anstatt wie vorher unter dem eigenen Nickname
- die Funtionen für Reply, Favorite, Delete und Direct Message erscheinen erst bei Tweet-Kontakt mit dem Cursor, ähnlich wie bei Twhirl
- die Suchbox ist durch den Punkt "Find People" ersetzt worden (was auch erklärt, warum die Suchfunktion gestern Abend zeitweilig streikte... kein Wunder, wenn dran rumgeschraubt wird)

Mal sehen ob und wie lange das neue Design bleibt wo und wie es ist.

Nachtrag um 11.19 Uhr: Twitter läuft wieder und das altbekannte Design ist auch wieder da. Es scheint keinerlei Änderungen gegeben zu haben.

2. Nachtrag um 11.22 Uhr: Ich followe neue Leute aus Portland die nirgends in meinen Listen auftauchen und Tweets mit angeblich zu vielen Zeichen (Links die noch in Tinys umgewandelt werden) können nicht abgeschickt werden... da zickt es wohl noch an einigen Ecken.

Donnerstag, 17. Juli 2008

Guck´ ma´, klick´ ma´

Als schneller Happen für zwischendurch mal vier Links mit studiennahen Inhalten zum Reinschauen... naja, eigentlich nur drei. Whatever.

"Ups, verzahnt" via BILDblog.de
Copy&Paste will gelernt sein und fällt manchmal auch recht schnell auf. Zumindest klaut man bei den Guten.

"Journalismus ohne Journalisten" via Medienspiegel.ch
Nochmals Copy&Paste, diesmal allerdings bei den Leuten vom Fach - wenn man denn so will - oder auch nicht, die sich mit dem Medium Internet als Kommunikationsmittel immer noch schwerer tun als gedacht.

"To link or not to link - von der Linkarmut im Internet" via Frank Helmschrott
"[...] Links sind die Basis des Internets und ohne Links gäbe es das Internet in der jetzigen Form gar nicht. [...]" Die Großen verlinken zu wenig...

"Red Carpet Disaster" via PerezHilton.com
Kein sonderlich wertvoller Inhalt, aber mit den Kommentaren wird´s gleich viel lustiger. In etwa wie ein Uwe Boll-Film mitsamt Audio-Kommentar vom Regisseur himself.

Kafkaesker Fußgänger

Ich bin zwar zu spät dran für allgegenwärtigen Kafka-Content, aber dafür finde ich diesen Ausspruch von Franz K. umso passender für meine geltende Situation hier in Dieburg:

Kleine Städte haben auch kleine Umgebungen für Spaziergänger.

Mittwoch, 16. Juli 2008

Danyo ft. TV-OUT

Vor drei Tagen bin ich über die bislang beste Blog-Aktion des Sommers, wenn nicht gar des ganzen Jahres gestolpert. Sluff hat die Nase voll vom Fernsehen und möchte seine Flimmerkiste los werden. Jetzt ist es an mir mein Glück zu strapazieren und mich um das Schmuckstück zu bewerben.

Kein Skript, kein Regieplan, freie Impro und Dress to impress. Here we go.

video


Btw: youtube stinkt. Konverter rocken. Und seit wann hat blogger.com eigentlich die Video-Applikation am Start?

Grrrrrr...

Da will man einmal, ein einziges Mal bei youtube was hochladen und dann geht´s nicht! Aaarrgghhh!

Dienstag, 15. Juli 2008

Leseratte

Dieses Stöckchen passt ja gerade ganz gut zum Kontext und lag eh schon eine ganze Weile auf Halde. Also endlich raus damit.

Gebunden oder Taschenbuch?

Gebunden. Ich hänge zu sehr an Büchern, als das ich die verknickten Buchrücken langfristig ertragen könnte.

Amazon oder Buchhandel?
Kommt auf die Dringlichkeit an. In der Regel aber doch eher der Buchhandel. Die sind immer so nett dort.

Lesezeichen oder Eselsohr?
Lesezeichen. Um Himmels Willen! Lesezeichen!

Ordnen nach Autor, Titel oder ungeordnet?
Ungeordnet.

Behalten, wegwerfen oder verkaufen?
Behalten, manchmal an bestimmte Personen ausleihen und in besonderen Fällen gezielt verschenken.

Schutzumschlag behalten oder wegwerfen?
Wenn ich ihn wegwerfe, was soll er dann noch schützen?

Mit Schutzumschlag lesen oder ohne?
Immer ohne.

Kurzgeschichte oder Roman?
Fast ausschließlich Romane.

Harry Potter oder Lemony Snicket?
Weder noch.

Aufhören wenn man müde ist oder wenn das Kapitel zuende ist?
Ich versuche zwar meistens das Kapitel zu beenden, aber leider erwische ich dann doch immer die 40 Seiten+ -Kapitel für diese Versuche und scheitere immer.

"Die Nacht war dunkel und stürmisch" oder "Es war einmal"?
Es war einmal...

Kaufen oder leihen?
Kommt drauf an.

Neu oder gebraucht?
Kommt ebenfalls drauf an.

Kaufentscheidung: Bestsellerliste, Rezension, Empfehlung oder Stöbern?
Empfehlung und Stöbern. Verkaufszahlen und Rezensionen sagen meiner Meinung nach nicht zwangsläufig etwas über die Qualität eines Buches aus. Da vertraue ich lieber meinen Freunden und meinem Bauchgefühl.

Geschlossenes Ende oder Cliffhanger?
Geschlossenes Ende. Wenn es etwas gibt was ich nicht leiden kann bei Geschichten, dann sind es Cliffhanger.

Morgens, mittags oder nachts lesen?
Egal. Hauptsache man genießt diese Zeit.

Einzelband oder Serie?
Egal.

Lieblinsserie?
Meine Journalismus-Bücher für´s Studium zählen wohl kaum als Serie, oder?

Lieblingsbuch von dem noch nie jemand gehört hat?
The Sole Provider: Thirty Years of Nike Basketball. Aber das ist meinem ausgeprägten Schuhtick verschuldet.

Lieblingsbuch das du letztes Jahr gelesen hast?
"Der große Gatsby" von F. Scott Fitzgerald - viermal.

Welches Buch liest du gegenwärtig?
"Die Vermessung der Welt" liegt hinter mir, jetzt wartet "Nachtzug nach Lissabon" auf mich.

Absolutes Lieblingsbuch aller Zeiten?
"Monsieur Ibrahim und die Blumen des Koran" von Eric-Emmanuel Schmitt.



Ich werfe das Holzbein mal weiter zu Nightfears, der Grenzenlosen, Nadine, kadda und dem Wortteufel. Alle anderen dürfen sich gerne bedienen.

Montag, 14. Juli 2008

Die Vermessung der Welt

Letztes Wochenende hatte ich seit langem die Gelegenheit und vor allem auch die Zeit mal wieder ein Buch in Ruhe lesen zu können. "Die Vermessung der Welt" von Daniel Kehlmann war es dann schließlich, die mich auf meiner Reise begleitete.

Ein wirklich sehr schöner, vor allem aber auch schnell zu lesender, da lesefreundlich geschriebener Roman, der mir die Zeit gut vertrieb. Ein kurzer, dafür von Schachtelsätzen weitestgehend verschonter Satzbau und der Verzicht auf direkte Rede waren auf jeden Fall eine nette Abwechslung im Vergleich zur sonstigen Lektüre.

Ich kann es nunmehr besten Gewissens weiterempfehlen und bedanke mich bei ihr wärmstens für den Tipp.

bps. läuft. - neue Sidebarkategorie

Das vierte Semester ist soweit abgeschlossen. Die letzte offizielle Party ist gefeiert und meine Kommilitonen verkrümeln sich für die nächsten Monate zum betriebspraktischen Semester (kurz BPS) über die ganze Welt.

Melbourne, Chicago, Shanghai, dazu quer über die ganze Republik werden wir OJs uns in den unterschiedlichsten Betrieben während des fünften Semesters verdingen. Ein paar von uns werden deshalb über ihre Erlebnisse bloggen und aus diesem Grund werdet ihr ab jetzt in der Sidebar unterhalb der "campusschreibe" ein paar neue Blogs finden. Have fun.

Freitag, 11. Juli 2008

Setz´ dich

Nachdem ich dieses kleine Schmankerl schon einige Male in den letzten Wochen gesehen habe, probiere ich es endlich mal aus. Schließlich wollte ich schon immer wissen, wie ich beim blau-gelben Schwedenmöbler heißen würde. Hier also die Antwort:


Ein Stuhl bin ich also. Wer hätte das gedacht?
Wer es selber mal ausprobieren möchte, der klicke bitte hier.

Mittwoch, 9. Juli 2008

500

Das ist er also, mein 500. Post in diesem Blog.
500. Eine ziemlich große Zahl, wie ich finde. Zumindest, wenn man bedenkt welch Aufwand ab und an mal hinter einem Beitrag steckt. Spaß macht es auf jeden Fall immer noch. Gut so!

Bis zu diesem Schritt habe ich 546 Tage gebraucht, 285 Kommentare dabei gesammelt und etliche interessante Themen, Links und Blogs sowie Leute hinter diesen Blogs kennengelernt.

Mein Dank gilt an diesem Punkt all meinen Lesern im Stillen wie Aktiven, alle Kommentatoren und allem und jeden, die mich zu Beiträgen inspiriert, provoziert und animiert haben. Danke.

Dienstag, 8. Juli 2008

Kluge Worte

Fürchte den Regen nicht

Man muss „die Lektion des Platzregens“ verstehen.
Ein Mann, der unterwegs von plötzlichem Regen überrascht wird, rennt die Straße hinunter, um nicht nass und durchtränkt zu werden.
Wenn man es aber einmal als natürlich hinnimmt, im Regen nass zu werden, kann man mit unbewegtem Geist bis auf die Haut durchnässt werden.
Diese Lektion gilt für alles.

- aus dem Hagakure von Tsunetomo Yamamoto

Sonntag, 6. Juli 2008

Danyo goes international - Part IX

Statistisches zum Sonntag. Meine User kamen für den Zeitraum vom 06.06. bis 06.07. aus ...

Portimao (POR), Amsterdam (NDL), Vitry Sur Seine (FRA), Orillia (CAN), Abu Dhabi (VAE), Mexico City (MEX), Helsinki (FIN), Batangas (PHI), Hillerod (DEN), Poznan (POL), Luxemburg (LUX), Arlov (SWE), Istanbul und Izmit (TÜR), Madrid (SPA), London (ENG), Port Huron, San Antonio, Oneida, Albuquerque, Vienna, Santa Clara und West Hollywood (alle USA).

Schweiz: Effretikon, Aadorf, Rotkreuz, Winterthur, Givisiez, Gossau, Fribourg, Langenthal, St. Gallen und Zürich.

Österreich: Eugendorf, Linz, Modling, Klagenfurt, Wels, Ried im Innkreis, Schwaz, Innsbruck und Wien.

Deutschland: Herdecke, Gera, Rostock, Mülheim an der Ruhr, Freiburg, Dettelbach, Schwetzingen, Blaubeuren, Lohfelden, Leinfelden-Echterdingen, Leer, Bremerhaven, Stutensee, Balingen, Kronshagen, Lübeck, Leopoldshohe, Kiel, Hagen, Wetter, Langen, Sprockhovel, Pulheim, Marburg, Linnich, Soest, Solingen, Garching, Augsburg, Duisburg, Suhl, Weinsberg, Schwerte, Heilbronn, Jena, Villingen-Schwennigen, Hattingen, Gersthofen, Offenburg, Gerlingen, Meppen, Nieder-Olm, Wesel, Bodenheim, Recklingshausen, Rellingen, Karlsruhe, Ohringen, Hilden, Walluf, Castrop-Rauxel, Lemgo, Regensburg, Bad Sassendorf, Gustrow, Geislingen, Barleben, Greisfwald, Eschborn, Osnabrück, Hochheim, Brandenburg, Lebach, Kornwestheim, Gießen, Göttingen, Emden, Eschweiler, Schweinfurt, Flensburg, Xanten, Alsdorf, Karlstadt, Kassel, Speyer, Bonn, Krefeld, Senftenberg, Bensheim, Norderstedt, Gelnhausen, Rangendingen, Bielefeld, Halle, Aurich, Magdeburg, Dresden, Ludwigshafen, Gelsenkirchen, Saarbrücken, Ratingen, Bergisch Gladbach, Bad Vilbel, Herford, Münster, Ludwigsburg, Mannheim, Heidelberg, Dortmund, Bremen, Hannover, Mutterstadt, Essen, Leipzig, Fellbach, Bochum, Chemnitz, Neu-Isenburg, Offenbach, Cottbus, Köln, Nürnberg, Stuttgart, Düsseldorf, Fulda, Hamburg, Würzburg, Braunschweig, Mainz, München, Kelsterbach, Berlin, Darmstadt und Frankfurt am Main.

Werbestöckchen

Beim Wortteufel lag ein Stöckchen rum. Ein Stöckchen, an dem ich einfach nicht vorbeigehen konnte ohne es aufzugabeln. Ein Werbestöckchen zum loben und bashen der drei Lieblings- bzw. Hasswerbespots.

Da es für mich aber keine Hassspots gibt, weil ich schließlich in jedem Häufchen Mist noch das Potenzial zum Pflanzendünger sehe, gibt es nur drei Liebslingsspots von zig Millionen - in diesem Fall allesamt vom großen Sportausrüster mit dem Haken.

Wie gesagt, drei von gefühlten Millionen. Um alle Lieblingsspots zu zeigen müsste ich ein neues Blog aufmachen oder eine neue Kategorie starten... Hmmm.







Das Stöckchen darf nehmen wer will. Ich lasse es hier verweilen.

Heute ist Tag des Kusses

Donnerstag, 3. Juli 2008

Wissenschaftsjournalismus-Tag 2008 - Afterglow

Was bleibt nach dem gestrigen Tag des Wissenschaftsjournalismus noch zu sagen?
Aus organisatorischer Sicht lief alles wunderbar. Es gab jederzeit Ansprechpartner bei Fragen, die Räumlichkeiten wurden ideal genutzt und die WJs des zweiten Semesters haben sich prächtig geschlagen. Hut ab vor dieser Leistung!

Nun zu den Inhalten. Was vorher schon fast allen klar war, wurde während der beiden Panels noch einmal deutlich unterstrichen: die Möglichkeiten für eine verbesserte Außendarstellung des Themenfeldes Wissenschaftsjournalismus und Wissenschaften im Blickfeld der Öffentlichkeit via Blogs und Podcasts sind durchaus gegeben, allerdings muss noch intensiver am richtigen Umgang mit den entsprechenden medialen Handwerkszeugen gearbeitet werden.
Des weiteren muss die Öffentlichkeit auch (endlich) mehr mit dem Begriffen "Blog" und "Podcast" konfrontiert werden, möchte man gehört werden. Ansonsten bleiben selbst höchstinteressante Themen auf ewig in der "Internettagebuch-Ecke" oder bei den "regelmäßigen Video-/ Audiobotschaften"stehen.

Ebenfalls reicht es aus journalistischer Sicht einfach nicht ein Thema nur zu verstehen, es muss für den Leser auch verständlich aufbereitet werden, ohne den eigentlichen Sinn und Inhalt aus den Augen zu verlieren.
Nicht umsonst waren sich Könneker und Fischer in diesem Punkt so einig wie selten während der Diskussion: "Wissenschaftsjournalismus bedeutet mehr als nur Übersetzen. Dessen sind sich viele Wissenschaftsjournalisten aber nicht bewusst."
Gerade bei anspruchsvolleren Themen ist dieses Umdenken zwingend erforderlich, allerdings darf man dabei wohl durchaus in manchen Bereichen eine gewisse "Grundintelligenz" und ein Interesse am Thema auf Rezipientenseite erwarten.

Eine der vielleicht treffendsten Problemanalysen war, dass nicht die bloggenden Wissenschaftler und Wissenschaftsjournalisten trotz mancher Verfehlung im Elfenbeinturm sitzen, sondern der Wissenschaftsjournalismus an sich.
Die Art wie dieser sich in der Öffentlichkeit präsentiert ist immer noch mehr als ausbaufähig. Eine Tatsache, die sich in den nächsten Monaten und Jahren gravierend ändern muss, um überhaupt noch wahrgenommen zu werden.

Ein erster Schritt könnte ein verbesserter Dialog zwischen den wissenschaftlichen Bloggern und ihren Lesern sowie Fragenden sein. Mit dem Mut zum Diskurs könnten sich andere Wahrnehmungsformen ergeben, die jedoch allesamt als ersten Schritt verlangen über den eigenen Schatten zu springen und zu fragen oder auch sich mit den Kommentaren auseinanderzusetzen.

Podcasts haben es ebenfalls immer noch sehr schwer, was ihre öffentliche Wahrnehmung angeht. Für viele nicht so Technik- und Webaffine ist die Grunddefinition bzw. Verwendung des Begriffs zu undeutlich und unklar, so dass man von vornherein nicht erfassen kann wofür ein Podcast eigentlich steht. Gerrit van Aaken und seine sechs Thesen zum Niedergang des Podcasts treffen den Nagel auch heute noch auf den Kopf.

Nichts desto Trotz können sie auch eine sehr ausdrucksstarke Möglichkeit sein, um, ich zitiere sinngemäß Arvid Leyh, "ein ganz großes Ausrufezeichen hinter sich und den eigenen Namen zu setzen". Man muss dieses Mittel nur richtig einsetzen. Nur leben kann man davon nicht, da sich Podcasts für gewöhnlich nicht eigenständig refinanzieren können. Dabei ist gerade das der große Reiz für "Nischenthemen", wie es wissenschaftliche Inhalte oftmals doch irgendwie sind.


Je mehr ich über die gestrige Veranstaltung nachdenke, umso mehr fällt mir wieder auf, wie allgemeingültig diese Rückschlüsse sind, wie schwer es neue Medien haben überhaupt erst von der breiten Masse richtig wahrgenommen und akzeptiert zu werden. Blogs und Podcasts sind in Deutschland bei weitem noch nicht da angekommen, wo sie in den Vereinigten Staaten, Frankreich oder dem UK stehen.
Da macht es im Grunde keinen Unterschied mehr, ob wir von Wissenschaftsblogs oder sonstigem reden. Es liegt gerade bei der Verständnisarbeit noch vieles im Argen, aber das wird sich sicherlich noch ändern.

Mittwoch, 2. Juli 2008

Wissenschaftsjournalismus-Tag 2008 - Live-Blogging

So, meine lieben Freunde, here we go. Bis heute Abend um schätzungsweise 18.00 Uhr wird es hier immer wieder Neues vom WJ-Tag geben. Freut euch!

16.56 Uhr:
Die offizielle Veranstaltung ist beendet. Es war sehr amüsant und beim nächsten Mal werde ich wieder zugegen sein. Danke an die Organisatoren, die Gastredner und alle anderen. Salút und bis bald.

16.52 Uhr:
Thomas wird schon wieder übersehen. Wir fordern einen Wanhoff-Alarm in Buzzerform für ihn!

16.44 Uhr:
Nochmals ein paar Lacher nach einem Twist zwischen Gerrit und Arvid. Wie war das mit dem Transkript bereitstellen bei Audio-Podcasts zur Suchmaschinenoptimierung?

16.42 Uhr:
Gerrit streut noch einmal Salz in die Blogs vs. Podcasts-Wunde: "Ein Blogbeitrag ist schnell geschrieben, ein Podcast braucht schon ein paar Stunden."
Stimmt. Alleine das nachträgliche Abmischen dauert, wenn man ein vernünftiges Ergebnis haben möchte, mehrere Stunden. Recherche, Einsprechen, Schneiden, Upload und Co. sind da nicht eingerechnet.

16.36 Uhr:
Trotz kleinerer Querelen hat sich twemes.com als Hashtag-Sammelbecken für #wj-tag08 durchgesetzt. Die Twitter-Lösung über Following von "Hashtags" klappt nämlich immer noch nicht.

16.29 Uhr:
"Man muss etwas zu sagen haben. Da kann das Thema noch so schwierig sein, es wird sich eine Community finden", so Volker Lange.
Das Ganze muss nur in die richtige Form gepackt werden. Nicht umsonst werden viele Podcasts einfach überhört, weil sie a) nichts zu sagen haben und/ oder b) schlecht gemacht sind. Die gerechte Strafe für mangelndes Können und Kompetenzlosigkeit!?

16.25 Uhr:
Thomas möchte zu einer Aussage Einspruch einlegen. Der Haken an der Sache: sein Screen ist im Rücken der Podiumsrunde angebracht - ergo übersehen sie ihn.
Prof. Lorenz-Meyer übernimmt das Mirroring und macht die Runde auf den Wunsch zur Mitsprache aufmerksam.

16.22 Uhr:
Arvid Leyh: "Podcasts könnten sehr studentenbezogen sein. Mit ihnen kann man ein ganz großes Ausrufezeichen hinter sich und seinen Namen setzen."

PS: sein Hund ist nun auf dem Podium und macht artig Sitz.

16.19 Uhr:
Volker Lange stellt klar: von Podcasts alleine kann man nicht leben - ebenso wenig wie von Blogs (es sei denn, man heißt Robert Basic). Podcasts sind ein Hobby, so wie andere an ihren Eisenbahnen basteln. Vollzeit schafft keiner und wenn, dann nur auf einem sehr niedrigen Niveau.
Nur kann man wie gesagt nicht davon leben, solange man nicht seine Seele an ein Unternehmen verkauft und PR betreibt.

16.17 Uhr:
Vielleicht täusche ich mich, aber die Diskussionsrunde kommt irgendwie nicht so richtig in Fahrt. Das könnte durchaus der Live-Schalte geschuldet sein, damit unser "Gast-Hörer/-Redner" mitkommt.
Das Thema bietet zumindest genug Stoff.

16.09 Uhr:
Userzahlenauswertung ist eine Kunst für sich. Regelmäßige Leser/ Hörer, Google-Treffer, Grundrauschen. Wer das kann, der hat ein Ass im Ärmel.

Leider sind jetzt auch sehr viel weniger Leute im Publikum als beim ersten Panel. Letztes Jahr war es beim OJ-Tag genau andersrum.

16.06 Uhr:
Ja, die Leitung funzt.

16.02 Uhr:
Jetzt kommt der Dialog mit Thomas Wanhoff. Mal sehen, ob die Leitung hält.

Davor aber noch ein Auszug aus seinem Podcast vom letzten Sonntag. Einer der Inhalte: weniger Verkehrstote in den Staaten auf Grund der höheren Spritpreise. Macht ja auch Sinn. Wer kein Geld für Sprit hat kann auch niemanden umsensen.

15.58 Uhr:
Mit einer gewissen Freude stellen die anwesenden Zweitsemester fest, dass in einem der Videopodcasts einer ihrer Dozenten des laufenden Semesters mitwirkt.
Arvid Leyhs Hund (keine Ahnung was für eine Rasse das ist, aber eine geschätzte Schulterhöhe von 50-60cm ist nicht schlecht) hört mittlerweile auch zu - und will allem Anschein nach zu Herrchen aufs Podium.

15.55 Uhr:
Gewagte These vom Nebenplatz: "Podcaster podcasten, weil sie sich gerne selber reden hören."
Bei einer radiotauglichen und schönen Klangstimme bestimmt gar nicht so falsch...

15.50 Uhr:
Die Podiumsdiskussion läuft also. Am Start stehen:
Gerrit van Aaken (praegnanz.de), Volker Lange (Wisskomm, Darwins Erben, Morgenwelt), Arvid Leyh (braincast) und Thomas Wanhoff (Wanhoffs Wunderbare Welt der Wissenschaften).

Es leitet Frau Prof. Dr. Annette Leßmöllmann.

15.47 Uhr:

Es funktioniert. Wir sehen Thomas Wanhoff fröhlich grinsend und winkend via Skype. Jetzt nur nicht allzu schnell bewegen und durcheinanderquatschen.
Soundcheck. One, two. One, two. Microphone-Check. Läuft.

15.41 Uhr:
Kurze Pause, damit das Gespräch mit Thomas Wanhoff aufgebaut werden kann. Um einen reibungslosen Ablauf zu gewährleisten wird den Normal-Usern gleich das WLAN abgedreht.
Nach einer Funkpause geht es dann weiter - ich werde nachträglich ergänzen.

15.36 Uhr:
Meine Güte! Gerrit unterbietet seine eingeschätzte Vortragszeit um nochmals zehn Minuten. Dass er zu schnell spricht weiß er selber...

Die Diskussionsrunde für Frage-Antwort-Spiele ist übrigens eröffnet.

Oceane punktet mit ihrem Diplomarbeitsthema, Dialekten im Web2.0. Da profitieren Podcasts natürlich vom Hörbaren.

15.29 Uhr:
Wenn ein Podcast von 'Gülcan und Collien ziehen aufs Land' (nein, sowas verlinke ich nicht) zu kriegen ist, dann ist der nun einmal beliebter als ein zweistündiger Podcast zu Apple-Themen.
Klare Ansage, Herr van Aaken.

Bei gerade einmal zehn Hobby-Podcasts in den Top100 der iTunes-Charts merkt man die Stagnation deutlich, da Hobby gegen mediale Zweitverwertung der TV- und Radio-Anstalten verliert.

Das erinnert mich an DEN Satz schlechthin zum Mediennutzungsverhalten: "Alle schreien nach arte und Co. und dann gucken sie VIVA."

15.16 Uhr:
Es folgt der Steilpass auf seinen vieldiskutierten Essay "Ist Podcasting noch zu retten?".
Unterem gilt/ galt: Podcasts verloren gegen Blogs, weil sie etliche Such- und Abo-Möglichkeiten nicht bieten und viel ruhiger angelegt sind.
Oder habt ihr z.B. schon einmal versucht einen bestimmten Begriff in einem Podcast zu suchen?

Zitat van Aaken: "Wer etwas Wichtiges zu sagen hat, der schreibt es ins Netz - dann wird er auch gehört."
Die These kommt mir mittlerweile bekannt vor.

15.07 Uhr:
Gerrit stellt sich nochmals selbst vor und sagt, was er schon einmal nicht ist und reimt dabei - unbeabsichtigt.
Außerdem bezeichnet er sich als "Podcasting-Veteran", der sich aus dem aktiven Geschäft zurückgezogen hat, und als "Gastplauerer in seinen Lieblingspodcasts".
Im Grunde ist er immer noch so locker drauf wie bei unserem ersten Treffen.

Es folgt eine angedachte Podcasting-Fragerunde: Wer kennt Podcasts? Wer nutzt sie regelmäßig? Wer hat welche abonniert? Wer produziert?
Mit jeder Frage werden es weniger Hände, aber in Relation zur breiten Masse ist die Quote überwältigend gut.

15.06 Uhr:
Ein erneuter Blick über die Schulter. Das Publikum hat sich auf die rechte Saalhälfte verlagert und wartet gespannt auf den Vortrag von van Aaken.
Selbiger wird auch gerade ausgiebig vorgestellt - und findet es fast schon übertrieben höflich.

15.04 Uhr:
Es fällt das Wort "gekaffeet". Huh?

14.54 Uhr:
Gleich geht´s weiter. Gerrit hat seine Vorbereitungen schon getroffen, während unser Technikgott Andreas Finger mittlerweile nervös wird. Für die Podiumsdiskussion ist eine Skype-Videokonferenz mit Thomas Wanhoff von Dieburg in die vietnamnesische Kapitale Ho-Chi-Minh-Stadt (besser bekannt als Saigon) geplant - und ob die dann klappt ist ein Drahtseilakt... obwohl es ja wohl eher Fieberglasleitungakt heißen müsste, oder?

14.28 Uhr:
Die Pause bietet endlich die Gelegenheit sich um den täglichen Kleinkram zu kümmern. Glücklicherweise keine Galileo-Mails mehr, aber sechs verpasste Anrufe.
Kuchen und Schnittchen munden exquisit, nur mit dieser Bionade kann ich so rein gar nichts anfangen...

13.36 Uhr:
Mittagspause.

13.33 Uhr:
"Wie viel Zeit wenden sie am Tag für Blogs auf?" - Marc: "Angesichts der Tatsache, dass ich seit fünf Jahren an meiner Doktorarbeit schreibe und nicht fertig bin ..."
Das lässt tief blicken. Ich zitiere Marc himself von vorhin: "
Blogs sind eine Zeitfressinstanz"

13.25 Uhr:
Jens Dörr, der momentan für den Daimler-Blog tätig ist, fragt nach laufenden PR-Maßnahmen, um Scilogs und Co. bekannter zu machen.
Allem Anschein nach wird von den Portalen dabei nicht viel in diese Richtung angeschoben, da man sich auf die Qualität der Beiträge und Blogs sowie das bloggertypische Untereinander-Verlinken verlässt. Erst so entsteht der Traffic... Gezwungene Klicks via Trackbacks und sonstigem werden nicht betrieben.

13.19 Uhr:
Der Einwurf die Runde bald für die Frage-Antwort-Session zu öffnen holt ein paar aus ihrer Lethargie zurück.

Gerrit van Aaken bricht das Eis bzw. Schweigen: "Kriegt man Kohle, wenn man für ein Portal schreibt?" - Antwort Beatrice Lugger: "Reich geworden ist bei uns noch keiner..."
Schade, aber WJ ist auch nicht mein Metier. Zumindest denkt man über Finanzierungen nach.

13.18 Uhr:
So interessant die Diskussionen sind, ein Blick über die Schulter offenbart eine erste Müdigkeit im Publikum.

13.11 Uhr:
Könneker und Fischer fast uni sono: "Wissenschaftsjournalismus bedeutet mehr als nur Übersetzen. Dessen sind sich viele Wissenschaftsjournalisten aber nicht bewusst."

13.07 Uhr:
kamenin mag die Art wie Wissenschaftsjournalismus in der Öffentlichkeit präsentiert wird nicht sonderlich. Beispiel Bahnhofskiosk Hanau: Sport, Sport, Lifestyle, Boulevard, Sport, Eisenbahn (okay, es ist ein Bahnhof)... Wissenschaftsjournalismus findet sich nur als Einleger in den großen Tageszeitungen wieder, falls überhaupt.
Könneker hält mit Sendungen wie "Welt der Wunder", "Wunderwelt Wissen" und Co. dagegen.

Früher waren das tatsächlich einmal gute Formate, aber heute handelt eine Sendung wie "Galileo" nur noch über Essen und sonstigem Schwachsinn. Ich sage nur "Galileo: Mystery". Der Ansatz war gut, aber jetzt ist es ein Schlag ins Wasser.

13.03 Uhr:
Es kommt Kritik auf an der Art wie Blogs zum Teil betrieben und gesehen werden. Der Wissenschaftsjournalist hat die Möglichkeit das Thema verständlich "zu Papier" zu bringen und zu bewerten, der Wissenschaftler hingegen ist im Stil nur sachlich und an Vorgaben gebunden.
WJs sollen Blogs als Chance begreifen um Wissen zu vermitteln, während Wissenschaftler die Forschung betreiben, um Wissen zu entdecken.
Außerdem kriegen Ärzte- und Coaching-Blogs ihr Fett weg. "Diese Dinge werden betrieben, weil ein persönliches - finanzielles - Interesse dahinter steckt, ohne die eigentliche Forschung voranzutreiben."

13.00 Uhr:
Könneker: "Ein Blog ist ja auch etwas Anarchisches. Man umgeht Regeln."
Für Wissenschaftler bestimmt eine interessante Sichtweise, um vom verstaubten Image wegzukommen. Aber das sehe ich wohl ganz subjektiv, da die Anwesenden nicht unbedingt dem Klischeebild entsprechen. Ganz im Gegenteil.

12.59 Uhr:
Neid vs. Mut vs. Dialog: Ein Dreikampf in der Szene, auf den man sich erst einmal einlassen muss.

12.57 Uhr:
Mittlerweile knapp zwei Stunden Zuhören und Live-Bloggen im Parallelflug. Die Konzentration geht jetzt so ganz langsam flöten. Zusammenreißen und die dreißig Minuten bis zur Pause konzentiert durchhalten ist angesagt.

12.48 Uhr:
Fischer legt nochmals nach. Der Nobelpreis ist für ihn eine mittlerweile sinnlose Auszeichnung, da die falschen Leute ausgezeichnet werden. Die Aufmerksamkeit könne man anders umlenken bzw. einsetzen. Er hat da gar nicht so unrecht. Mit Ausnahme von Günter Grass fiele mir jetzt auch kein Preisträger innerhalb der letzten 20 bis 30 Jahre ein.

12.47 Uhr:
kamenin sagt, "wenn man kontrovers bloggt, dann muss man davon ausgehen, dass der Chef vor einem Bewerbungsgespräch eventuell nach mir googelt."
Er outet sich auf seinem Blog übrigens unter anderem auch als Schalke-Fan. Ähm, ja...

12.42 Uhr:
Ernst Peter Fischer redet sich jetzt in Rage. Der Begriff "Elfenbeinturm" stößt ihm sehr sauer auf, da er ihn als komplett veraltet ansieht (das 18. Jahrhundert liegt als Zeitraum der Begriffsbildung ganz gut). Die Umschreibung "Spielwiese" gefällt ihm da eher.

Weiteres Zitat Fischer: "Blogger sind Leute, die gern quatschen."
Thomas Pleil übersetzt es so: Blogger bekommen die Möglichkeit sich auszutauschen und zu kommunizieren.

12.38 Uhr:
Carsten Könneker geht kurz auf das Scilogs-Design ein. Er nennt es "eine tote Drehscheibe". Glücklicherweise gibt es bald einen Relaunch, der schon beim Media Monday vorgestellt wurde. Schlank
, zweispaltig, etwas dunkler gehalten als die aktuelle Version und mit einer Klappnavi für die vier Ableger ausgestattet, wird es im Ganzen magaziniger wirken.

12.34 Uhr:
Die Podiumsdiskussion zur Frage "Blogger im Elfenbeinturm?" läuft. Es diskutieren:
Ernst Peter Fischer (Die andere Bildung), Carsten Könneker (Scilogs), Beatrice Lugger (ScienceBlogs), Marc Scheloske (Wissenswerkstatt), kamenin (Begrenzte Wissenschaft). Durch das Gespräch führt Thomas Pleil (Das Textdepot)

12.28 Uhr:
Da kommentiert man einmal direkt ins Live-Blogging in die Veranstaltung aus der Veranstaltung und schon hat man in der Nachdiskussion Aufmerksamkeit. Wuhu!
Twitter, Blogs und Co. werden gerade als Kommunikationsmedien für ein Event gelobt. Hah, wusst´ ich´s doch.

12.25 Uhr:
Das war der erste Beitrag für heute. Sehr schöner Start in die Veranstaltung mit einigen schönen Ansätzen. Danke an Marc Scheloske.

12.17 Uhr:
Wissenschaftliche Blogger brauchen den Mut, ... sich Kommentaren zu stellen, den Dialog aufzunehmen, die eigene Arbeit darzustellen und sich auch angreifbar zu machen.
Wenn diese Verhaltensweise angenommen wird, dann funktioniert der Dialog auch bei sehr speziellen Themen.

12.04 Uhr:
Noch ein Beispiel bezüglich Wissenschaftsjournalismus, das durch die Medien ging (hier unter anderem bei der SZ, ORF, SpOn und der Welt). Leider war die ganze Sache nur ein Kuckucksei - und die großen Medien fielen darauf rein. Ein wissenschaftlicher Blogger deckte den Spaß dann auf. Ich fand´s trotzdem lustig.

Scheloske legt noch andere Beispiele nach. Man kommt aus dem Schmunzeln nicht mehr raus.

11.52 Uhr:
"Kreisverkehr statt Einbahnstraße!" - Blogs funktionieren bi-direktional (Dialog- und Partizipationsaspekte) und
"Ende der Autoritätsgläubigkeit!" - Asymmetrie zwischen Experten und Laien wird aufgelöst (Demokratisierung der Wissenschaftskommunikation).

Kurzum: wenn es eine Meinung gibt, dann tue sie ruhig kund, ganz gleich, ob ein Professor mit zwei Titeln und mehr schreibt oder nicht, denn nur so entsteht eine Diskussion.

Außerdem gilt wie immer bei den neuen Medien: sie ersetzen nicht die alten Medien wie Journale und Co., sondern ergänzen sie.

11.49 Uhr:
Da ist sie wieder, die Klimawette. So schön kann Wissenschaft in der Blogospähre sein.

11.45 Uhr:
"Blogs sind eine Zeitfressinstanz". Word. Sie eignen sich allerdings hervorragend zum Vernetzen untereinander. Beispiel von Marc: ihm bekannte Wissenschaftler begannen mit dem Bloggen und haben später Kontakte geknüpft, die so nie zustande gekommen wären. Ähnliche Forschungsfelder, neue Ergebnisse - die ganze Palette war dabei.

11.40 Uhr:
Hier der versprochene Link zum Live-Blogging von Lars Fischer: http://www.wj-tag.de/?page_id=11

11.33 Uhr:
"Grundkurs: Was sind Blogs?" inklusive Gezeter in den Medien um Verdummung und Co., wie bringt man Wissenschaft an den Otto-Normal-Bürger und wie sollten Wissenschaftler mit den neuen Medien umgehen, um sie für sich zu nutzen?
Netter Einwurf am Rande: Tag-Clouds mit wordle zu erstellen ist zurzeit en Vogue - Marc macht´s auch. Lars mag´s allerdings nicht. Über Geschmack lässt sich glücklicherweise streiten.

11.22 Uhr:
Marc Scheloske ist am Zug. Sein Vortragsthema:
"Einladungen zum Dialog. Wissenschaftliche Blogs und der Weg in eine 'wissenschaftsmündige' Gesellschaft. Über Chancen und Zumutungen der Wissenschaftskommunikation 2.0"

Er verzichtet auf das Mikro und animiert für Kommentare zum reinrufen - bloglike eben.

"Die Deutschen, und sie nicht allein, besitzen die Gabe, die Wissenschaften unzugänglich zu machen."
- Johann Wolfgang von Goethe (schade, er kannte die Möglichkeiten von Blogs nicht)

Blöd nur, wenn die deutsche Mehrheit ebenfalls nichts mit dem Begriff "Blog" anfangen kann.

11.22 Uhr:
"Wir müssen Wissenschaft zur Diskussion stellen!"
Die Öffnung der Wissenschaft nach außen wird ein Gros der Diskussionsrunden bestimmen.
Was gäbe es da besseres als Blogs und Podcasts?

11.16 Uhr:
Kurzer Verweis auf das Nobelpreisträgertreffen in Lindau. Zwei Kommilitonen (ein WJ und ein OJ aus meinem Semester, siehe Profil) berichten bloggenderweise von der mehrtägigen Veranstaltung. Ja, wir sind crossover.
Grüße an die beiden von dieser Stelle!

Auch vor Ort und später noch zu Wort kommend: Marc Scheloske von der Wissenswerkstatt aus München.

11.12 Uhr:
Es folgt die Begrüßung durch Prof. Dr. Annette Leßmöllmann. Der Wechsel zwischen Tag des OJ und WJ wird erklärt und die Bedeutung des kommunikativen Aspekts der Zusammenkunft hervorgehoben.

11.11 Uhr:
Der Saal füllt sich jetzt. Man muss die Leute nur vom reich gedeckten Buffet weglocken, dann klappt´s auf einmal.

11.05 Uhr:
Der Beginn verzögert sich noch einen kleinen Augenblick. Gleich geht´s looo-hoos.

Ein Hinweis an die Leserschaft: Lars Fischer vom fischblog und abgefischt richtet sich jetzt ein und wird ebenfalls live mitbloggen (Link folgt noch).

10.57 Uhr:
Das Live-Twittern von der Bühne durch Thomas Pleil fällt wohl leider aus, da die Tweets via Mobiltelefon nicht zuverlässig genug sind. Vielleicht können die Bezos´schen Millionen was in Zukunft daran ändern.

10.50 Uhr:
Noch zehn Minuten und im Vorraum ist es leider noch relativ übersichtlich was Gäste angeht.

10.41 Uhr:
Smalltalk mit den ersten bekannten Gesichtern. Vom Prof über die Technik-Koryphäe bis hin zur organisierenden Crew sind alle dabei.

10.27 Uhr:
Dr. Carsten Könneker ist jetzt auch da und hat mich tatsächlich wiedererkannt.

10.11 Uhr:
In Sachen Deko gehen die Ausrichter klar in Führung im Vergleich zu unserem OJ-Tag 2007. Blau dominiert heute deutlich bei den gesetzten Akzenten. Ich sehe sehr schön angerichtete Tische, die zum Smalltalk einladen - gerade in den Pausen - und beim Outfit würde ich mal sagen "unentschieden". Unser Vorab-Tipp mit dem Einheitslook wurde klasse umgesetzt, während wir zum Teil im Anzug glänzten. Und ich Trottel lass´ die Digicam daheim liegen. Grrr...

10.08 Uhr:
Wuhu, es gibt Ansteckschildchen mit Namen und Studiengang darauf und ein offenes WLAN. Die Anmeldung hat sich jetzt schon gelohnt.

10.07 Uhr:
Bin schon am Campus, respektive in der Aula. Man merkt die Anspannung bei den WJs. In einer knappen Stunde geht´s los.

09.38 Uhr:
Auch wenn ich twhirl nicht sonderlich mag, wird es mich durch den Tag begleiten. Für alle Twittereien gilt: Hashtag verwenden! Entsprechend dem Anlass lautet es natürlich #wj-tag08. Für mich eine Premiere, kamen meine Tweets doch bislang immer ohne Hash aus.
Nachträglicher Hinweis: auf twemes.com wurden mit dem genannten Hashtag viele (leider nicht alle) Tweets zum WJ-Tag gesammelt. Klick.

09.18 Uhr:
Für die Freunde des Web2.0 noch ein kleiner Tipp, falls ihr es nicht sowieso schon in der Referentenliste gesehen habt: Gerrit van Aaken wird im zweiten Panel zum Thema Podcasts referieren und eine aktuelle Stellungnahme zur Lage des Mediums an sich abliefern.
Sein Essay "Ist Podcasting noch zu retten?" schlug Ende des letzten Jahres schließlich ziemlich hohe Wellen in der Szene.

09.15 Uhr:
Der Wetterbericht für heute ist vielversprechend. Bis zu 30 Grad werden für die Mittagszeit angekündigt. Da freue ich mich schon jetzt auf die gekühlte Aula.

08.54 Uhr:
Die Nacht war kurz, ich weit
vor dem Wecker wach. Eine Einstimmung auf den ersten Tag des Wissenschaftsjournalismus ist schon fertig. Nach dem Frühstück beginnt die vertiefende Linksuche für euch.

Wissenschaftsjournalismus-Tag 2008 - heute, live und in Farbe

Heute ist er endlich da, der 02. Juli - und mit ihm der erste Tag des Wissenschaftsjournalismus 2008. Das Pendant zum letztjährig von uns veranstalteten Tag des Online-Journalismus wird von den WJ-Zweitsemestern organisiert und bietet ein interessantes Programm, welches ich mal eben ganz frech hier vorstellen werde bzw. mir von der WJ-Tag-Site ausleihe (klickt lieber direkt auf den Link, da gibt´s noch mehr):

Wissenschaftsjournalismus-Tag 2008

Stammzellforschung, CO2-Ausstoß, Nanotechnologie – diese Begriffe finden sich täglich in den Nachrichten. Um Naturwissenschaften kommt heute keiner mehr herum.

Gleichzeitig beschleunigt das Internet die Kommunikation und verbindet die ganze Welt. Mit neuen Formaten wie Podcasts und Weblogs bringen Forscher, Journalisten und interessierte Laien die Wissenschaft an die Öffentlichkeit.

Wir wollen auf dem Tag des Wissenschaftsjournalismus 2008 am 2. Juli in Dieburg über die Chancen und Risiken dieser neuen Kommunikationsformen diskutieren. Dazu bringen wir Blogger, Podcaster und Forscher an einen Tisch. Der Tag des Wissenschaftsjournalismus wird von den Studierenden des zweiten Semesters Wissenschaftsjournalismus gemeinsam mit Prof. Dr. Annette Leßmöllmann organisiert. Außerdem stellen die ersten Absolventen des Studiengangs ihre Bachelorarbeiten vor.

Unsere Themen:

Bloggen aus dem Elfenbeinturm

“Blogs gehört die Zukunft der Wissenschaftskommunikation“ – oder nicht? Was Stimmen im Internet gerne verkünden, dringt kaum über die Grenzen der Blogosphäre hinaus. Dabei ist das Potential im Netz groß, der bejubelte “neue Dialog” kommt jedoch nur schwer in Tritt und wenige glauben alle zu sein: Bauen Blogger am eigenen Elfenbeinturm?

Der Podcast ist tot – es lebe der Podcast

“Diese Sendung können Sie sich auch als Podcast herunterladen” – die einstige Revolution der Medienlandschaft ist zur Zweitverwertung von Radio und Fernsehen geworden. Und während die Zahl unabhängiger Podcasts schrumpft, entdecken große Unternehmen sie als PR-Mittel: Haben Podcasts noch einen Nutzen für den Wissenschaftsjournalismus?


In den zwei genannten Panels werden ein paar der führenden deutschen Wissenschaftsblogger, aber auch bekannte Namen der nationalen Blogo- und Podosphäre, in Vorträgen und Diskussionsrunden ihre Ansichten zum Thema vorstellen und auch das offene Gespräch mit den Zuschauern suchen.

Unser PR-Dozent Prof. Dr. Thomas Pleil wird unter anderem durch die Diskussionen führen und hat schon einige interessante Fragen und Ansätze parat.
Ich werde zum Teil live mitbloggen und -twittern und freue mich schon jetzt auf die Veranstaltung. Vielleicht finden sich ja noch ein paar Kurzentschlossene, die sich an den Dieburger Campus trauen und sich das Ganze mal anschauen.

Beginn der Veranstaltung ist um 11.00 Uhr in der Aula des Campus.

Zur Einstimmung gibt es nochmals einen kurzen Rückblick auf den Media Monday vom 19. Mai, als Dr. Carsten Könneker, der heute ebenfalls anwesend sein wird, sich erstmals am Campus zu den Themen Wissenschaft, Blogs und Wissenschaftsblogs äußerte.

Die Deadline heißt Deadline, weil ...

... ja warum eigentlich? Na ist doch klar: weil es einfach so unglaublich professionell klingt von ihr zu reden. Eine andere Bedeutung kann der Begriff doch gar nicht haben, oder? Stellen wir uns mal folgende Szene am Telefon vor: ein emsig arbeitender Student sitzt an seinem Schreibtisch und tippt auf seinem Laptop rum, als ein Anruf ihn erreicht. Die Einladung auf ein kleines Treffen im Freundeskreis wird angeboten. Doch, welch Wunder. Was sagt der Student denn da?

"Du, ich hab´ heute leider echt keine Zeit für ein Treffen. Ich muss noch zwei Artikel schreiben und in fünf Tagen ist Deadline. Tja, sorry. So ist das Business nun einmal. Ein andermal..."

Das wäre wohl die vorbildliche Version gewesen, die den Dozenten, Chefredakteur oder Auftraggeber allerdings nicht vom Hocker reißt, da sie erwartet wird. In diesen, unseren Gefilden gilt aber eher mal dieses Szenario:

"Heute Abend Party? Cool! Wo denn? Ach, echt? Sehr schön, bin dabei. ... Artikel? Ach, die meinst du. Nee, die müssen morgen zwar fertig sein, aber die paar Stunden überziehen machen´s ja echt nicht aus. Die sollen sich mal nicht so anstellen mit ihren Zeitvorgaben da."

Das Ergebnis finde ich irgendwie verstörender und ich weiß nicht warum... Klar, ich war und bin da in manchen Fällen nicht besser und lasse ab und an auch mal die Zügel schleifen. Aber nur damit wir uns richtig verstehen: aus redaktioneller Sicht (und für jede andere Branche auch) ist die Deadline insbesondere für einen Journalisten so etwas wie der modrige Atem im Nacken, der beim Blick auf den Terminkalender schon drei Wochen vorher kalte Schauer über den Rücken jagen sollte.
Denn wenn die Deadline erreicht ist, geht nichts mehr. Aus. Ende. Finito! Was nicht da ist kommt nicht ins Programm.

Nun kann ich einmal mehr aus dem Nähkästchen plaudern und Dampf ablassen, gerade weil es im Moment so gut tut und aus meiner Sicht einfach mal sein muss.
Also, wir haben dieses neue Szenario: wir haben ein Projektthema, wir haben zwei Kurse die sich explizit darum aufbauen und wir haben Teams, die sich in den drei gebildeten Ressorts nochmals in Arbeitsgruppen von ein bis drei Personen aufschlüsseln. Auch der Workflow ist klar.
Thema ausarbeiten mit allem drum und dran, Fakten gegenprüfen lassen, die Schlussredaktion redigiert und verbessert und dann übernehmen die CMS-Jungs, die alle Ergebnisse von knapp vierzehn Wochen Arbeit ins System einpflegen werden.

Nun komme ich ins Spiel. Als personifizierte Schlussredaktionsverwaltung bittet man im Plenum und per Mail zwei Wochen vor Redaktionsschluss um die fertigen Texte, bekommt aber nichts, weil noch nicht alle fertig sind. Man sollte erwähnen, dass zu diesem Zeitpunkt
eigentlich schon alles fertig sein sollte, doch Terminengpässe beim technischen Support sowie den Interviewpartnern kann man noch verzeihen, kann man verstehen. Von daher gibt es zwei Wochen Schonfrist. Ein paar erste wenige Texte flattern rein.

Noch eine Woche. Man fragt persönlich bei einigen Leuten nach, wann sie denn fertig sein könnten und wann die Texte, Animationen, Bilder und Audios reinkommen dürften und kriegt ein "bald" zu hören.
Netterweise kommen bzw. kamen dann sogar tatsächlich ein paar weitere Texte und Audios zusammen, sogar das ein oder andere fertig geschnürte Paket war dabei. Die Aufgaben sind flugs auf das Schlussred-Team verteilt und fertig. So macht es Spaß, so soll es sein. Fast schon zu einfach und schön um wahr zu sein, möchte man meinen. Die Betonung liegt jedoch auf "fast".
Es folgt ein kleiner Zeitsprung, sagen wir mal, ach, lasst uns nicht knausern, sieben Tage. Ja, klingt gut. Also, wo sind wir? Richtig, wir sind bei der Deadline angelangt!

Gestern war Deadline (mittlerweile sogar Vorgestern). Der 30.06., Ende Juni. Klingt ziemlich endgültig, ist es aber nicht. 01. Juli klingt doch viel cooler für eine Abgabe. Und bingo! Natürlich kommen heute (respektive gestern) mit einem Male knapp 50 Prozent der Beiträge reingeflattert.

Zeitweise habe ich fast schon Angst mein Postfach zu aktualisieren, weil im Minutentakt neue, überarbeitete Dossierteile reinkommen, die die vorherige redigierte Version wieder hinfällig werden lassen. Nicht nur das bereits von Kommilitonen geleistete Arbeit über den Haufen geworfen wird, sie wird auch noch in ein Loch geschubst und verbuddelt.
Wie dem auch sei, mittlerweile sind wir jetzt weit über 24 Stunden über die ehemalige Deadline hinaus und ich will nicht mehr. Das Projekt war interessant, aber unter diesen Abschlussbedingungen vergeht immer wieder die Lust daran.
Wahrscheinlich kommt mir das alles wieder einmal viel schlimmer vor als es ist, schließlich ist es ja "nur" ein Semesterprojekt von vielen in diesem Studium, aber es geht irgendwann auch ums Prinzip.

Wäre man wirklich konsequent, dann gäbe es kein unglaublich abgespecktes oder wie in unserem Fall einfach um zwei Wochen nach hinten verschobenes Webdossier zum Thema mehr, sondern gar kein Dossier.
Wer seine Termine nicht einhält, der hat verschissen. So würde es im richtigen Berufsleben ablaufen. Aber da wir hier nicht im richtigen Berufsleben sind, sondern "nur" in einem Semesterprojekt, drückt man noch ein Auge zu.


Auf der einen Seite ist das sehr entgegenkommend, da die Arbeit von drei Monaten somit nicht vollends für die Tonne ist, aber im Grunde lernen wir nichts aus der Situation. Nur die wenigsten Auftraggeber werden die Nachsicht haben und auf ein Projektpaket warten, damit die Qualität gesichert werden kann - spätestens wenn Geld im Spiel sein wird hört sämtlicher Spaß nämlich auf. In diesem Fall nimmt man allerdings darauf Rücksicht, schließlich liefern wir kostenlosen Content, auf dem am Ende unter anderem unser Name stehen wird.

Aber an diesem Punkt ist das Projekt für mich (so gut wie) beendet. Noch ein allerletztes Mal auf "Senden" drücken, dann ist die finale Mail auf dem Weg zum CMS-Team, welches sich die kommenden zwei Tage mit dem Einpflegen ins System rumplagen darf.

Wer mir jetzt noch quer kommt, der findet sich im Orbit wieder...

Dienstag, 1. Juli 2008

darmspiegel #4 - Bye bye PDF!

20:32 Uhr, kurz nach der viel gerühmten Primetime. Keine Ahnung welcher Schund gerade im Fernsehen läuft, interessiert auch nicht - sollte euch auch nicht interessieren. Denn es gibt mal wieder etwas viel Wichtigeres zu konsumieren: die vierte Ausgabe des darmspiegels steht zum Download bereit!
Heute morgen frisch auf den Server gepackt, kann sich das informationsgierige Volk nun an den letzten PDF-Seiten erfreuen.

Warum die letzten PDF-Seiten? Ganz einfach: mit Ausgabe #5 werden wir endlich in den Print gehen! Dann endlich wird der darmspiegel nicht mehr ein reines lean forward-Medium für nimmermüde Screenleser mehr sein, nein, er wird endlich den Status des "ich sitze im Zug/Bus zur Uni/nach Hause und verbringe die Zeit mit dem lesen des coolsten, heißesten und abgefahrensten Magazins das Darmstadt je gesehen hat"-Mediums einnehmen. darmspiegel zum Anfassen, wenn man so will.

In dieser letzten Online-Ausgabe habe auch ich wieder meinen Senf hinterlassen, bin zur Maniküre gegangen und habe mir gutes und neues Kinowerk zu Gemüte geführt. Ich werde euch an dieser Stelle beim besten Willen nicht die direkten Seitenzahlen nennen, klickt euch selber durch und nehmt unterwegs all die anderen starken Artikel mit.

Aber das sind nur kleine Leckerbissen im Vergleich zum großen darmspiegel-Buffet, welches die Redaktionskollegen da aufgetischt haben. Also schlagt noch einmal herzlich zu!