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Samstag, 27. September 2008

Blogparade: Zehn Bücher, die man gelesen haben muss

Heute ist wohl irgendwie Stöckchen und Blogparaden-Tag. Denn Korsti ruft zu einer Blogparade auf, in dem er nach zehn Büchern fragt, die man gelesen haben muss. Sprich: was würde ich wärmstens weiterempfehlen? Ich musste nicht lange überlegen, ehe ich meine Liste komplett hatte. Und die sieht so aus:

"Der große Gatsby" von F. Scott Fitzgerald:
Ein unglaublich fesselnd geschriebenes Buch über den mysteriösen Lebemann Jay Gatsby im New York der goldenen 1920er, dessen Liebe zu einem Mädchen aus gutem Hause Intrigen, Betrug und Eifersucht nach sich zieht. Es ist eine Geschichte über den großen amerikanischen Traum und wie dieser nicht immer im Happy End aufgeht.
Unumstösslich eines meiner Lieblingsbücher, welches ich auch schon einmal in einem Rutsch in sechs Stunden durchgelesen habe. Im Kampf um Platz 1 meines liebsten Buches konkurriert es nur noch mit...

"Monsieur Ibrahim und die Blumen des Koran" von Eric-Emmanuel Schmitt:
In der großen Schmitt-Tetralogie zu den Weltreligionen Islam (Monsieur Ibrahim...), Christentum (Oskar und die Dame in Rosa) sowie Judentum und Katholizismus (Das Kind von Noah) ist dieses Werk mein Herzstück. Auf knapp 100 Seiten die Suche nach dem Sinn des Glaubens, des Glücks und Miteinanders zu finden schafft niemand so gut wie Schmitt. Und obwohl ich bei Lesen immer wieder zwischen Schmunzeln und dem Verdrücken einer kleinen Träne schwanke, gibt es kaum etwas Schöneres als dieses Buch.

"Hamlet" von William Shakespeare:
Nicht gerade ein Buch im klassischen Sinne, aber dennoch nicht zu verachten. Die berühmte Tragödie um den dänischen Prinzen, hin- und hergerissen zwischen blinder Wut, Angst, Liebe und Unentschlossenheit, ist neben den griechischen Dramen und Tragödien immer noch die Blaupause für sämtliche Inszenierungen um Verrat, dem Streben nach Macht und Rache.

"Der talentierte Mr. Ripley" von Patricia Highsmith:
Einmal ein anderer sein. An sich eine schöne Überlegung, solange man wieder zurück kann um sein eigenes Leben weiterzuleben. Aber was, wenn mir dieses fremde Leben weitaus besser gefällt als mein eigenes? Wie weit würde ich gehen, um meine neue Identität zu bewahren? Würde ich dafür töten? Großartig, immer wieder großartig.

"Schöne neue Welt" von Aldous Huxley:
Während des Fachabiturs war eben jene "Schöne neue Welt" im Rahmen von Utopien und Dystopien eines der zu lesenen Werke. Entgegen der allgemeinen Abneigung gegenüber Schulliteratur war ich in diesem Fall mehr als angetan von diesem Stoff. Bonbonfarbene Schwarzmalerei über eine Zukunft, wie ich sie niemandem wünsche und die Frage, woran man eine hochentwickelte Zivilisation erkennt, wenn man sie mit ihren Wurzeln konfrontiert.

"Der Prophet" von Khalil Gibran:
Pure Poesie mit Zeilen, die jede Seite zitierenswert machen. Während der Prophet Almustafa auf sein Schiff gen Heimat wartet, bitten ihn die Bewohner seiner Stadt darum ein letztes Mal seine Lehren und sein Wissen über Liebe, Schmerz, Teilen, Wut, Glück und vieles mehr mit ihnen zu teilen.

"Der Sturm des Jahrhunderts" von Stephen King:
Vorweg: Der Film ist besser als das Buch, da die Buchvorlage in einem eher ungewöhnlichen Drehbuch-Stil geschrieben ist. Die Figur des Andre Linoge verliert dabei allerdings nichts von ihrem Horror.
Ein Sturm von gewaltigem Ausmaß wird eine kleine Insel vor der Küste Maines treffen und ihre Bürger wappnen sich entsprechend, als ein Fremder auftaucht und eine schier unglaubliche Forderung stellt. Ein Kind aus ihrer Mitte als sein neuer Zögling oder er wird alle Kinder der Stadt töten. Natürlich weigern sich die rechtschaffenen Bürger, doch der Unbekannte weiß seiner Forderung beängstigenden Nachdruck zu verleihen.

"Stadt aus Glas" von Paul Auster:
Eines von vielen tollen Büchern Austers, allerdings auch sehr komplex in seinem Aufbau mit vielen Querverweisen zu anderen literarischen Werken. Daher bediene ich mich kurz bei der Wikipedia-Erklärung: der mehr recht als schlecht lebende Krimiautor [...] Quinn wird durch nächtliche Anrufe einer Person gestört, die sich nicht davon abbringen lässt, dass er in Wirklichkeit der Privatdetektiv Paul Auster sei. Diese Person, die sich Peter Stillman nennt, ... ist eine Art moderner Kaspar Hauser , der von seinem Vater, einem Theologieprofessor, ... neun Jahre in Dunkelheit, ohne Zuwendung und Sprache eingesperrt wurde. Stillman senior hat dafür Jahre in der Psychiatrie verbracht. Kurz vor seiner Entlassung schrieb er seinem Sohn einen Brief, in dem er ihn als Teufel bezeichnete und ihm Rache androhte. Nachdem der Brief an die Polizei ging, musste der alte Stillman weitere Jahre in der Psychiatrie verbringen - doch jetzt wird er freigelassen, und sein Sohn und dessen Frau fürchten um ihr Leben. Quinn/Auster übernimmt die Aufgabe, Stillman senior zu beschatten. [...]

"About A Boy" von Nick Hornby:
Nick Hornbys Geschichte um einen kleinen Jungen mit Problemen, die im Grunde die Geschichte eines nie erwachsengewordenen Mittdreißigers mit Problemen ist. Da ich erst das Buch gelesen und dann den Film gesehen habe, während des Blätterns aber unweigerlich Hugh Grant vor Augen hatte, las sich dieser Spaß noch viel besser als ohnehin schon. "About A Boy" ist so herrlich schräg geschrieben, dass ich mich während meines Urlaubs letzten Sommer am Strand mehrmals zusammenreißen musste, um nicht lauthals loszulachen.

"Tu´, was dir am Herzen liegt" von Andrew Matthews:
Wenn man glücklich werden will, dann ist Matthews Werk - und das kann ich jetzt schon sagen - kurzum das bessere "Simplify your life" und liest sich dabei auch noch viel besser.

Kommentare:

  1. Hast du bei "Schöne neue Welt" die deutsche oder die englische Fassung gelesen? Die deutsche hat mir nämlich leider gar nicht gefallen.

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  2. Glücklicherweise beide. Im Deutsch-Unterricht gab es die entsprechende Fassung zum Thema Dystopien/Utopien, später habe ich mir dann die englische Version zu Gemüte geführt. Ich fand beide gut, wobei wie fast immer das Original eher überzeugen konnte.

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