Und alle meine Lerngruppen-People haben wie es aussieht den Sprung geschafft!
Jetzt gehen die unbeschwerten Ferien richtig los... Yeah Baby, Yeah!
Vergangenen Donnerstag habe ich mich nach einer gefühlten Ewigkeit wieder in meiner Halle in Hersfeld blicken lassen; dort, wo ich seit meinem Fachabi im Sommer 05 und meinem Abgang nach Dieburg im Oktober 06 mehr Zeit verbracht habe als sonst wo (das war praktisch meine Zweitresidenz!). Und es war so, als wäre die Zeit stehen geblieben, als wäre ich nie weggewesen...
Einige von euch werden jetzt bestimmt sagen das ich in meinen Ausführungen fast schon ein wenig fanatisch klinge. Aber habt ihr eigentlich eine Ahnung was für ein unbeschreiblich schönes Gefühl das ist, wenn ihr an einen Ort zurückkommt, der euch wirklich verdammt viel bedeutet, und alles ist noch genau so, wie ihr es in Erinnerung habt?
Dieses sanfte Donnern, wenn der Ball in einer komplett leeren Halle beim Dribbling aufprallt, sich dieser fantastische Sound über das ganze Feld erstreckt und von den Wänden als Echo zurückgeworfen wird? Dieser Geruch in seiner Mischung aus leicht abgestandener Luft und Bodenreinigungsmittel, der jede Sporthalle einzigartig macht; wenn man förmlich riechen kann wie viele Träume sich hier erfüllt haben und dann wieder zerbrochen sind, nur um zu neuen Zielen zu führen? Dieses Geräusch, dieses wunderschöne "swoosh", wenn der Ball ohne Ringberührung durch das Netz fällt...?
Seine Freunde wiederzusehen, sie sogar beim simplen Trainingsspiel als Gegner, wenn nicht gar als Feinde, zu sehen und dann nach dem letzten Punkt sofort noch bessere Freunde zu sein als vorher? Für sein Team hinter jedem Ball herzuhechten, unter dem Korb Ellbogen zu fressen um den Rebound zu holen? Spieler zu verteidigen die eigentlich besser und schneller sind und sie mit purem Willen zu stoppen, die Mitspieler mit diesem einen Pass mehr besser zu machen und ihnen die einfachen Punkte aufzulegen, koste es was es wolle?
Das alles kann man jemandem, der nicht diese uneingeschränkte Liebe zum Spiel hat, in ganz wenigen Fällen in seiner Bedeutung verständlich machen.
Diese zwei wie im Flug vergangenen Stunden Basketball mit meinen Freunden haben mir klar gemacht, dass ich nie wirklich weg gewesen bin - weil uns diese Liebe zum Spiel immer verbunden hat. Und trotzdem bin ich doch irgendwie endlich wieder daheim... dort, wo ich hingehöre und mich schon immer wohlgefühlt habe.
Schöner Vergleich wie ich finde: auf der einen Seite eine rappelvolle Kiste bei der man richtig Spaß haben kann, auf der anderen Seite ein Restprogramm das nur den ganz harten Kern nach Dieburg lockt (bzw. Leute anlockt die mit Nachdruck darauf hingewiesen wurden)
Jüngstes Beispiel für die große Sause war die Brain-Reset-Party am vergangenen Donnerstag in der allseits beliebten Druckwelle.
Till, Michael und Schlüti hatten, wie früher bereits, erwähnt zum letzten Tanz auf dem Campus gebeten und es kamen mehr als wir erwartet hatten - und vor allem Gäste mit denen wir trotz von mir designter Einladung via Mail-Rundum-Einladung im Leben nicht gerechnet hätten (was nicht heißen soll das wir das nicht cool fanden - ganz im Gegenteil).
Nun ja, der Anreiz aufzukreuzen war mit 60 Liter Freibier ja auch gegeben und es entwickelte sich eine sehr lustige Party mit viel guter Laune, Dancefloor-Action, den üblichen zwischenmenschlichen Annäherungen und Katastrophen und einer Unmenge an Fotos, die eindeutig auf meine Kappe gehen (vielleicht sollte ich den anonymen Papparazzis beitreten und mit der ständigen Knipserei aufhören).
Sehr interessant was man so alles vor die Linse bekommt - unter anderem ein paar böse und genervte Blicke/Kommentare die ich teilweise noch nachvollziehen kann (obwohl es gerade die Leute sind die dann am Ende immer sagen "ach, wie toll... super Fotos" usw., weil bei den etlichen Fotos die ich mache auch die fotogenen Ausfälle der anderen zu sehen sind über die sie sich amüsieren; aber dann nur begrenzt über sich selbst lachen können). Naja, nicht mein Problem... finde das halt auch nur begrenzt lustig, um mal den Bogen zurück zu schlagen was das angeht. Die meisten freuen sich immerhin noch darüber mittels Fotostrecke die Lücken in ihrem Gedächtnis rekonstruieren zu können.
So gegen kurz nach 4 (umgerechnet 8 Stunden Party = 380 Bilder - nicht vergessen, ich bin wie es aussieht foto-süchtig - dividiert durch insgesamt 5 Sätze Batterien mit der Wurzel aus 2 Speicherkarten á 256MB) hab ich mich auch von der Party verdrückt - so wie die meisten vorher schon.
Die letzten drei Tage des Studiums, das inoffiziell ja noch gar nicht so richtig vorbei ist, drücke ich mich bei den Präsentationen der höheren Semester rum und staune über zwei Dinge, die mich beide dermaßen faszinieren, dass ich nicht einmal weiß was ich davon für wertvoller erachte:
1.: wie kann man es als Dritt- bzw. Siebtsemester schaffen fast sämtliche Regeln der guten und sinnvollen Präsentation zu missachten, wenn ich genau in diese Richtung hinarbeite - nämlich mich und meine Arbeit gut verkaufen zu können? und
2.: wie es unser Kurs schafft in der Anwesenheit schwankendere Zahlen hinlegen zu können als es ein Börsenkurs in so kurzer Zeit könnte? (bei vier von bisher sechs Veranstaltungen schlug der Counter von 3 zu 10 und dann von 8 zu 2)
Auch wenn die Präsis nicht supertoll sind, so werden sich die älteren Semester beim Anblick des begrenzten Zuschauerinteresses wohl denken "thanks for paying attention"... oder auch "thanks for nothing".
Mal schauen wie wir nächstes Jahr reagieren, wenn wir vor einem leerem Hörsaal präsentieren dürfen und dabei Grillenzirpen vernehmen werden.
Meine Grüße für heute gehen an mehrere Leute:
Nochmals an Susi und Tatjana, die doch kein Coyote-Ugly-Dancing hingelegt haben und nun beim nächsten Mal Wiedergutmachung zu leisten haben - das muss schon sein, schließlich wurde das ja versprochen. An Martin der mich in seinem Blog ungefragt mit Jim Carrey vergleicht (ich wusste immer das ich es in die Liga der Top-Comedy-Acts schaffen würde, obwohl mir für den Grinch noch das gewisse Etwas fehlt wie ich finde - grünes Fell zum Beispiel. Egal.. Jim, ruf an wenn du den zweiten Teil drehst und ein Double brauchst! Die Mimik hab ich voll drauf).
Greetz an alle die morgen Valentinstag feiern und ihren Schatz gefunden haben ohne lang buddeln zu müssen bzw. noch allein sind, auch noch ihr Gegenstück finden werden und sich jetzt nicht mit depressiven Gedanken in ihr Zimmer verkriechen müssen.
Und schlussendlich an Michael und Jan, die sich heute ein zweites Standbein aufgebaut haben, falls es mit dem Schreiben doch nicht so klappen will - die können alles organisieren wenn sie wollen.
Das Spiel ist aus. Der Drops ist gelutscht. Der Keks ist gegessen, die Krümel vom Teller gefegt und die letzte Klausur ist geschrieben... Um 13.37 Uhr MEZ habe ich meine Sachen abgegeben und damit den offiziellen Schlussstrich unter das erste Semester gezogen. Schön war´s!
Kurzes Feedback zu den letzten beiden Prüfungen von gestern und heute:
E. i. d. OJ war für meine Verhältnisse wirklich leichter als erwartet und mit meinen maximal zwei Stunden effektiven Lernens dürfte es durchaus für 84 Punkte +/- 5 Zähler reichen (ergo habe ich alles richtig gemacht, mich nicht unnötig zu stressen).
Lektürekurs war für mich heute ein wenig Flashback in meine Fachabi-Zeit... Die Arbeit sah genauso aus wie der Kram in den Deutsch-Tests damals. Also habe ich genauso argumentiert wie damals. Mal schauen ob das Ergebnis dann immer noch dasselbe ist.
Alles was jetzt noch kommt ist nur noch für die Kür - und die soll natürlich auch noch nach was aussehen...
Morgen Abend wird im Rahmen des Geburtstagenachfeierns zur Brain-Reset-Party geladen, um den unnötig vollgemüllten Speicherplatz im Oberstübchen von Medienrecht und Co. zu befreien. Die Kamera liegt selbstverständlich schon griffbereit und mit genug Ersatzbatterien in der Hinterhand sollte es wieder einmal für etliche Fotos reichen. Papparazzi-Time halt ^^
Ansonsten geht es Samstag nach Frankfurt zum belohn-dich-für-das-fleißige-Lernen-Shopping. Wird auf jeden Fall lustig... Katja hat sich als Führerin angeboten und für den Abend schon eine "Äppelwoin"-Kneipe auf den Plan gesetzt... Ei gute wie!
Für die restlichen Semesterferien stehen wieder ausgiebiges Bball-Zocken in Hersfeld und ein Berlin-Trip auf dem Plan. Olé!
Mein Gruß geht heute an Susi, die nach einer 2:0-Führung beim Als-Erste-Abgeben-Contest bei den bisherigen Klausuren innerhalb von 27 Stunden heute den Ausgleich zum 2:2 durch mich hinnehmen musste und für morgen zusammen mit Tati bei der Reset-Party Coyote-Ugly-Dancing versprochen hat ;) ich bin gespannt, so wie der Rest auch.
Wir sehen uns dann hoffentlich alle morgen zum glorreichen Abschluss des Semesters!
Tolle Songs, nicht? Ja ja, Lenny Kravitz ist schon ´ne richtig coole Sau; und die Fantas erst recht..
Ob die sich allerdings mit Studium und Klausuren rumschlagen mussten? Na, ich weiß nicht. Ich hab da meine berechtigten Zweifel. Musiker sind ja eh ganz schräge Vögel. Nachtigall, ick hör dir trapsen oder so...
Egal, Klausurenzeit ist bei den meisten wohl auch die Hochsaison für Stressanfälle, Angstattacken und zeitweise kompletten Verlust der geistigen Zurechnungsfähigkeit aus Panik davor, eine kleine, aber eigentlich völlig unwichtige Information zu einer Klausur vergessen zu können.
Bei uns Studenten in Dieburg sieht das bei einigen genauso aus, bei anderen gar nicht...
Auf der einen Seite die Fanatiker des "worst case": "Hab ich auch wirklich alles gelernt? Kann ich auch ohne zu zögern Folie #4.783 in voller Gänze und mit der Präzision eines Schweizer Uhrwerks mit dem Kopf nach unten hängend und verbundenen Augen aufschreiben? ... Mein Gott, ich kann´s nicht!!! Hilfe! Ruft doch mal bitte 112! ... Aber halt, ich hab ja noch eine Woche Lernzeit um diesen Makel aus meiner Vita streichen zu können... Mama, Papa, Freunde, Welt da draußen: ich schließe mich wieder in meinem Zimmer ein und lerne weiter! Essen könnt ihr unter der Tür durchschieben, Kaffee nehm´ ich wie immer intravenös. Bis nach den Klausuren! Und wagt es ja nicht mich zu stören, sonst..."
Und dann die ganz Entspannten: "Wann ist die Klausur? Ach, übermorgen schon? Na, dann kann ich ja noch mal ein wenig ausspannen... Wie viele Seiten sind das zu lernen? Stoff für drei Semester? Kinderkacke, das schafft man doch in einer Nacht alles, wenn man nur will. Wie viel Zeit haben wir denn dann? 90 Minuten? Pff, ich klatsch´ dir den Kabbes in 30 hin..."
Am Ende kommen dann alle mit dem gleichen Ergebnis aus der Klausur und man fragt sich, warum zum Teufel eigentlich alle so einen Stress gemacht haben. Der Schein liegt dann irgendwann eh ganz relaxt sonst wo in einer Schublade und gammelt vor sich hin. Schlussendlich ist es halt immer die eigene Erwartung an sich selbst die am meisten stresst.
Aber Leute, seid doch mal bitte ehrlich: man kann immer mehr lernen als man auch wirklich getan hat, man hätte bei Frage 3 natürlich ein bisschen akkurater formulieren können als es Schiller oder Goethe hingekriegt hätten und man hätte selbstverständlich nicht den schön polierten, roten Apfel der für den Prof gedacht war daheim in der Küche liegen lassen müssen, weil der Kopf schon im Hörsaal war. Man kann es einfach auch mal übertreiben... Wir sind noch Erstsemester und müssen uns nicht schon jetzt in den Wahnsinn treiben.
Allerdings muss man schon wirklich einmal darauf hinweisen, dass es über ein und die selbe Klausur Meinungen gibt, die nicht weiter auseinander liegen könnten und dann beim nächsten mal sind sich alle einig, dass es einfach nur übelst mies war; aber trotzdem spekulieren alle auf gut, weil man keinen Bock hat sich die Semesterferien mit Lernen zu versauen.
Nun zu unseren Klausuren: "Berufsfeld OJ" liegt schon wieder so weit zurück, dass ich gar nicht mehr so viel drüber weiß... Nur das ich am Abend diesen einen Moment hatte wo ich mir dachte "Junge, du bist doch nicht ganz knusper" und dann hat´s ja doch für ´ne ganz vernünftige Note gereicht. Ein gutes Beispiel für unnötigen Stress nach einer Klausur... Was passiert ist, ist passiert. So einfach ist das.
Bei Englisch habe ich zum Beispiel noch nie so krasse Gegensätze gehört was die Klausur anging. Zwischen "ich fand´s easy" über "naja, war okay" bis zu "was soll das denn bitte? Geht ja mal gar nicht" war alles dabei. Mal schauen was die Noten dann am Ende sagen. Ich gehörte zur ersten Gruppe denk ich.
Medienrecht war für meine angeeigneten Kenntnisse eigentlich ganz okay und ich spekuliere da wirklich auf ein Durchkommen im ersten Anlauf. 4 gewinnt halt... Zumindest hab ich genug gelernt und muss mir da keine Vorwürfe machen. Für ´ne Anwalts-Gastrolle bei Matlock oder Perry Mason hätte es auf jeden Fall gereicht... Aber wo hätte ich auf die Schnelle so einen fast immer gut stehenden grauen Anzug plus Lederaktenkoffer kriegen sollen? Wieder eine Frage die ich nicht beantworten kann... obwohl ich gelernt hab... aber unnötiger After-Klausurenstress = ab in die Tonne damit; vor allem weil beide Serien nicht mehr gedreht werden. Schade eigentlich, Matlock war auch ´ne coole Sau. Wie Lenny halt. Nur ohne Afro, Tattoos, Gitarre, Goldschmuck... und weiß halt. Für Perry Mason gilt das selbe: plus schwarz/weiß. Damn...
Morgen dann für einen Teil die letzte Klausur: Einführung in den OJ. Mit einer geballten Ansammlung an Folien und Informationen begann nach Medienrecht für einige wohl wieder der "worst case" und die Chillphase. Ich mach mir mal wieder keinen unnötigen Stress (sonst würde ich jetzt um diese Zeit nicht hier tippen). Ich hab gelernt, ich weiß was ich kann und das ich das kann. Also, keine Panik... Mittwoch als Crown Royale dann noch Lektürekursprüfung mit der Erfahrung aus einem Semester und dem Wissen, dass man hier selbst mit Lernen nichts reißen kann, weil man gesunden Menschenverstand braucht.
Und den kann man nicht antrainieren... und erst recht nicht abrufen wenn man sich sämtliche Hirnzellen in den letzten Wochen mit übermäßigem Input zerschossen hat.
Als Abschluss eine Neuerung an dieser Stelle. Meine Kategorie "Grüße an..."
Zur Premiere grüße ich ein paar ausgewählte Personen die sich in den letzten Tagen mit mir sympathisiert haben.
Grüße an:
Jens, der immer noch stolz wie Bolle auf das von mir geschossene Foto mit Dende ist. Geburtstagskind Michael, der heute noch mit mir fleißig am lernen war und einiges behalten hat. Jan, der aus ´nem Spaziergang eine Rettungsaktion meiner Päckchen bei der Post gemacht hat und natürlich Bea, die einiges durchgemacht, superviel gelernt, sich gestresst hat und dann aus Versehen eine 1 schreibt...
Elvis verlässt jetzt das Gebäude. Danke Dieburg, ihr wart ein geiles Publikum heute Abend
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