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Mittwoch, 29. April 2009

Webcam bekommen - Testbericht

Vor knapp zehn Tagen habe ich ja nun meine erste Webcam bekommen und seitdem ein bisschen damit herumexperimentiert, um mich nun in einem kleinen Testbericht darüber auszulassen.

Bei der Webcam handelt es sich um eine Microsoft LiveCam VX-5000, die mit erfrischend wenig Schnickschnack daherkommt und durch einfaches Handling glänzt. USB-Kabel einstöpseln, Kamera Dank Universalhalterung auf den Bildschirmrand setzen, feinjustieren und los geht´s - wäre da nicht die elendig lange Installationssession.

Vielleicht lag es auch an meinem Laptop, aber der erste Versuch wurde nach knapp 20 Minuten abgebrochen, der zweite nach über einer halben Stunde und im dritten Anlauf war dann endlich alles an Programmen und Tools drauf - hat auch nur 1:12 Stunde gedauert. Heureka!

Im Betrieb schmeichelt die Kamera neben der Direktbildwiedergabe mit den Möglichkeiten der Foto- (bis zu 1,3 MB), Audio- und Videoaufnahme (Auflösung 640x480 Pixel) - letztere wird mir wohl alsbald von großem Nutzen sein (mehr dazu in ein paar Tagen). Die Aufnahme ist optisch einfach nur grandios. Selbst in meinem schlecht beleuchteten Zimmer (manchmal ist man halt zu faul die zweite Lampe anzuknipsen) nimmt sie immer noch klasse Bilder auf, geizt dabei mit Körnung und kommt bei fast allen schnelleren Bewegungen gut mit.

Highlight ist und bleibt dabei neben dem feschen Design und den unnötig vielen, aber lustigen Effekten der Universalhalter. Ein fast nach Belieben anwinkelbarer Standfuß erlaubt das Anklemmen am Bildschirm ebenso wie ein bombensicherer Stand auf dem Tisch (einfach einen rechten Winkel reinknicken und fertig).

Ich mag das Teil. Sehr sogar.

Stuart and me - Big in Frankfurt

Die Mainmetropole hat es unserem Schlappohr so richtig angetan. Denn nach seinem Besuch bei joluva packt er nun seine Sachen und zieht einfach zu Kerstin um, die passenderdings auch in FFM wohnt.

Jetzt kann er sich in aller Ruhe noch mehr von Frankfurt anschauen =)

Stuart and me - Station 3

Wenn Stuart Tagebuch führen würde - was bei Hasenpfoten ohne okkulierbaren Daumen leider sehr schwierig ist -, dann hätte er die letzten Tage wie auch schon vorher ganz schön viel zu Schreiben gehabt. Denn was er bei joluva und ihrer Familie so alles erlebt hat, füllt eigentlich ganze Bände und lässt "Alice im Wunderland" wie eine Kaffeefahrt nach Buxtehude aussehen.

Ein kleiner Abriss seiner Erlebnisse im Voraus, ehe ihr euch alle lieb und artig durch die vielen tollen Beiträge mitsamt tollen Fotos klickt: Stuart war ... auf dem Spielplatz, Schlagzeug spielen, Radfahren und Äppler trinken, im hohen Gras fläzen, mit der U-Bahn unterwegs, an einem Brunnen ohne Wasser, ganz traurig wieder gehen zu müssen.

In der Übersicht sieht das dann so aus:
- "Wieder wach..."
- "Was Stuart seit Sonntag erlebte"
- "... und weiter..."
- "Wieder Grün"
- "Stadtleben"
- "Der Spritzbrunnen"
- "Nun heißt es leider Abschied nehmen"

Schon Wahnsinn, was es da so alles zu sehen für ihn gab. Sobald Stuart wieder da ist gehen wir mal nach Frankfurt - und dann kann er mir alles noch einmal in Ruhe zeigen...

Dienstag, 28. April 2009

Lamas mit Hüten - MADE MY DAY!

Das hier ist so herrlich sinnlos, bescheuert, überzogen, fragwürdig und grenzwertig doof, dass ich es euch einfach nicht vorenthalten kann =D


Direktlama

Das hat definitiv meinen Tag gerettet und den restlichen Abend versüßt!

Sonntag, 26. April 2009

Billig davongekommen

Die Jungs und Mädels vom großen Magenta-T hätten - wenn sie ihren vertraglichen Geschäftsbedingungen nach dazu fähig/ gezwungen wären - pro verärgertem Kunden für die Panne am Dienstag wohl um die fünf Euro Entschädigung latzen müssen, um die Verstimmungen auch nur im Ansatz wieder in den Griff kriegen zu können.

Hätte es wirklich alle 39 Millionen Kunden betroffen, wären das also flockige 195 Millionen Euro gewesen. Anstatt sich aber in neunstellige Verluste zu stürzen, gab es nur für heute die Möglichkeit in alle Netze ungebegrenzt kostenlose SMS versenden zu können.

Wenn man das auf die gemeinhin gültigen SMS-Kosten von Minimum 17 Cent pro SMS in die bekannten Netze umrechnet, hätten heute ganz genau 1.147.058.823,53 (!) Kurznachrichten die Runde machen müssen, um den Magentas weh tun zu können. Eine Zahl, die ganz gewiss heute nicht einmal als Bruchteil erreicht werden konnte.

Wer es genau wissen möchte: De facto hätte jeder Kunde heute 29,4 SMS verschicken müssen.

Da ich heute keine Short Messages geschrieben habe, kommt nun meine Frage: wer hat meine SMS vertippt oder diese Möglichkeit überhaupt ausgenutzt und SMS-technisch mal so richtig über die Stränge schlagen zu können?

[Die für diese Zahlenspielereien verwandten Zahlen basieren auf den Angaben der jeweiligen Meldungen und sind natürlich rein spekulativ. Hat aber trotzdem Spaß gemacht ^^]


Edit: 85 Millionen Gratis-SMS haben gestern ihren Weg in die große weite Welt angetreten. Macht in etwa 14.450.000 Euro, die nicht in magentafarbene Moneten umgewandelt wurden. In Relation zu groben 195 Millionen Miesen verschmerzbar. Wie gesagt, sie sind billig davongekommen.

Warum es um Zensur geht

Dieser Gastbeitrag stammt von Jens Scholz, der ausdrücklich zum Kopieren und Verbreiten aufgefordert hat. Spread the word.

Da reiben sich gerade so viele die Hände, daß man eigentlich ein beständiges Rauschen hören müsste. Die Idee, das Thema Kinderpornografie als Popanz vorzuschicken, um das nun geplante Internet-Zensursystem einzuführen war aber auch wirklich eine richtig gute. Hat das ja zuvor mit den Themen Terrorismus und Internet-Kriminalität nicht wirklich hingehauen, kann man hier spitzenmäßig mit dem Holzhammer wedeln und Kritiker einfachst diffamieren, indem man die eigentliche Kritik ignoriert und ihnen vorwirft, sie wollten die Verbreitung von Kinderpornografie schützen. Wie schnell schon der Vorwurf zum beruflichen und gesellschaftlichen Tod führen kann, zeigte man nur wenige Wochen zuvor ja schonmal anschaulich am Exempel Tauss (der übrigens natürlich nicht im Netz "erwischt" wurde, sondern über Handykontakte und DVDs per Post).

Aber ich schweife schon wieder - wie es durch die Wahl dieses Themas ja auch gewünscht ist - ab.

Denn das Problem, das die Kritiker haben, ist ja natürlich nicht, daß man den Zugang zu Kinderpornografie sperren will, sondern das Sperrinstrumentarium, das man dazu baut. Schaut man sich das an, merkt man schnell: Es geht nicht um Kinderpornos und wie man dagegen vorgeht. Ging es nie.
Es geht um die Installation eines generellen technischen Systems und die generelle Art und Weise, wie es betrieben wird: Es geht darum, daß eine waschechte, diesen Namen zu Recht tragende, Zensur ermöglicht wird. Auch wenn die zunächst gesperrten Websites tatsächlich nur Kinderpornografie beinhalten (was die Liste eigentlich extrem kurz halten müsste) wäre sowohl die Technik, die Verwaltung und sogar die Psychologie installiert, um sofort eine effektive Zensur betreiben zu können.

Technik
Die Provider sollen ihre Nameserver so umbauen, daß Webseiten, die das BKA aussucht und ihnen nennt, nicht erreichbar sind und dem Nutzer bei Aufruf stattdessen eine Sperrseite angezeigt wird. Gleichzeitig soll das BKA jederzeit abrufen könne, welche Nutzer auf Webseiten aus dieser Liste zugreifen wollten und stattdessen auf die Sperrseite geleitet wurden.

Ein normaler Internetnutzer, der seinen Nameserver nicht auf einen freien DNS-Server umstellt, sieht bestimmte Seiten nicht und erhält die Mitteilung, er wolle sich gerade Kinderpornografie ansehen. Ob das stimmt, weiß er nicht und nachprüfen darf er das auch nicht, da ja schon die Suche nach Kinderpornografie strafbar ist. Der Nutzer muss sich in diesem Moment weiterhin im Klaren sein, daß er gerade etwas getan hat, was das BKA als illegal ansieht und als Grund ansehen kann, gegen ihn vorzugehen.
Die allein schon technisch verursachten Risiken für jeden Internetnutzer sind immens, noch dazu, weil man damit auch noch eine perfide Beweisumkehr eingebaut hat: Sie müssen künftig ihre Unschuld beweisen, z.B. daß sie "versehentlich" die gesperrte Seite angesteuert haben. Viel Spaß beim Versuch, Richtern TinyUrls, iFrames, Rootkitangriffe, Hidden Scripting und so weiter zu erklären, wenn Sie überhaupt wissen, was das ist.
Die Lösung zunächst: Den Nameserver umstellen, um sich dieser Gefahr vollständig zu entziehen. Geht schnell und kann jeder.

Die Technik ist allerdings interessanterweise das kleinste Problem in dieser ganzen Geschichte. Es gibt Staaten, die in ihren Zensurbemühungen schon wesentlich weiter sind. Die Menschen dort können dennoch sowohl anonym als auch unzensiert das Internet benutzen. Das Internet ist von Nerds gebaut worden. Ein Staat kann da so viel fordern wie er will, er wird das Netz auf technischer Ebene never ever kontrollieren können.

Verwaltung
Hier liegen die springende Punkte, die das Ganze zum Zensurinstrument machen:

1. Die gesperrten Inhalte stehen auf einer Liste, die das BKA direkt und ohne Prüfungsinstanz erstellt und die die Provider möglichst ohne sie anzuschauen zu installieren haben. Es entscheidet kein Richter über den Inhalt, es überprüft keine unabhängige Institution über die Rechtmäßigkeit, es gibt keine Regelung, wie Adressen überhaupt wieder von der Liste gelöscht werden könnten. Die Polizei, die Verbrecher verfolgt, bestimmt, welcher Wunsch nach welcher Information ein Verbrechen ist. Vorab zu definieren, was ein Verbrechen ist und hinterher darüber zu entscheiden, ob ein Verbrechen begangen wurde ist aber nicht Aufgabe der Polizei.

2. Die Liste ist geheim. So lange diese Liste nicht in die Öffentlichkeit gerät kann alles drinstehen und nichts davon muss gerechtfertigt werden. Wer das in Frage stellt wird zum Verdächtigen. Wie Zensur in Reinform eben funktioniert.

3. Der Gesetzentwurf ist schwammig genug, daß das BKA im Prinzip alles in die Liste setzen kann. Da im Web jeder Inhalt nur einen Klick weiter vom letzten entfernt ist und das Gesetz möchte, daß auch "mittelbare" Seiten gesperrt werden können, kann somit de facto auch jede Seite gesperrt werden.

4. Das System soll die direkte Verfolgung von Zugriffen erlauben. Es wird nicht nur gesperrt, sondern es kann auch nachgeschaut werden, wer sich die gesperrten Seiten ansehen will. Dies kann dann Anlass für verdeckte Überwachungen, Hausdurchsuchungen und andere existenzbedrohende Vorgänge sein.
Die Staatsanwälte dieses Landes üben ja seit einiger Zeit kräftig an der Vorverurteilungsfront, indem Sie inzwischen gerne mal Pressemitteilungen über eingeleitete Verfahren rausgeben und die Presse direkt zu möglichst spektakulär und öffentlichkeitswirksam inszenierten Verhaftungen mitnehmen (Zumwinkel, Tauss, Frau B.).

Psychologie
Womit wir schon beim gewünschten Effekt von Zensur sind: Die Einführung der Schere im Kopf. Die wirksame Selbstzensur, weil man nicht weiß, was eventuell passiert, wenn man zu laut und deutlich Kritik äußert. Die Geheimhaltung der Sperrliste und ihre völlige Unverbindlichkeit durch das Fehlen jeglicher Kontolle ist ein bewußt eingesetzes Instrument, um Verunsicherung zu erzeugen.
Ein anderes ist die Verknüpfung mit dem Thema Kinderpornografie, womit wir wieder am Beginn dieses Artikels wären. Man weiß ja inzwischen, daß auch nur der leiseste Ruch, man könnte eventuell irgendwas mit Kindesmissbrauch und Pädophilen zu tun haben, die Existenz vernichten kann, selbst wenn hinterher rauskommt, daß tatsächlich nichts an den Vorwürfen dran war. Wie nahezu generell nichts rauskommt. Das ist ein so extrem starkes und wirksames Druckmittel, was natürlich beispielsweise ein Herr Gorny sofort erkennt, weil sein Versuch, diese Schere im Kopf einzuführen (durch den Versuch, Filesharing als schreckliches Verbrechen zu diskriminieren), wirkungslos blieb und er sich nun an den besser funktionierenden Trigger dranhängt (indem er Urheberrechtsverletzung mit Kindesmissbrauch gleichsetzt).

Die Justizministerin gibt dann noch Tipps in die richtigen Richtungen, die natürlich prompt reagieren. Überhaupt, das mal ganz nebenbei, finde ich es immer wieder seltsam, daß Frau Zypries immer wieder als Warnerin vermittelt wird. Dabei war - so sagt sie zumindest - sie es, die den Gesetzentwurf gegenüber dem Vorabvertrag von Frau von der Leyen verschärfen ließ und dieser nun schon den Zugriff auf Stopp-Seiten verfolgen lassen will.

Um die Frage zu beantworten, warum und wann es in einer Gesellschaft überhaupt dazu kommen kann, daß ein Teil davon meint, einen solchen Eingriff vornehmen zu müssen und der andere Teil (zu dem ich u.a. mich zähle) darin ein so massives Unrecht sieht, das es zu bekämpfen gilt, kann man sich bitte den Artikel "Kampf der Kulturen" drüben bei netzpolitik.org durchlesen.

via Nerdcore

Kaufhaus-Massaker

Der nächste Schlussverkauf ist bestimmt nicht weit und aus diesem Grund möchte ich die Damen (und bestimmt auch ein paar einkaufsbegeisterte Herren), die hier mitlesen, darauf hinweisen, dass Gewalt beim Shoppen keine Lösung ist.


Direktschlussverkauf

PS: Das ist Nix für schwache Nerven ^^

Freitag, 24. April 2009

Webcam bekommen

Ich bin seit ein paar Tagen stolzer Besitzer einer Webcam. Meiner ersten. Die Eltern meiner Heldin haben mich damit nachträglich zum Geburtstag überrascht. Total toll find ich das. Funzt auch wunderbar, wie man sieht.

Wenn ich mich von den ganzen Effektspielereien gelöst habe (ich kann mir selber Kaninchenohren aufsetzen!), werde ich was furchtbar Sinnvolles damit anstellen. Ganz bestimmt. DanyoTV oder so... Muahahahaha!

Donnerstag, 23. April 2009

Feststellung

In der Hochschul-Bibliothek am Campus findet man tatsächlich sinnvolle und nützliche Literatur. Werde mich nun wohl öfters mal dort aufhalten. Alleine schon der Ruhe wegen.

Wach bleiben!

Bin müde, will und muss aber noch wach bleiben, um in einer knappen Stunde meine momentane Lieblingsserie in der Wiederholung sehen zu können, weil ich sonst ganz bestimmt was furchtbar wichtiges verpasse und mich später dann grün und blau ärgern werde deswegen.
Gnargh, das Leben ist schon hart.

Gott sei Dank steht für diese Woche nichts mehr an.


Nachtrag: Bin natürlich vorher weggenickt und eingeschlafen. Moep. -.-